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    Navarro-Valls: Deutsche sollten stolz auf Papst sein

    Berlin (DT/KNA) Die Deutschen sollten nach Ansicht des früheren Vatikansprechers Joaquin Navarro-Valls stolz auf Papst Benedikt XVI. sein. Navarro-Valls verwies am Montagabend in Berlin auf die Besuche des Kirchenoberhaupts in der Kölner Synagoge 2005 und im nationalsozialistischen Vernichtungslager Auschwitz 2006. „Deswegen vermag ich nicht zu verstehen, dass jemand Zweifel hegen kann an seiner Haltung zu den Juden und zur unendlichen Tragödie der Schoa“, sagte der 72-Jährige. „Wäre ich Deutscher, ich wäre sehr stolz auf diesen Papst.“ Das besondere Merkmal Benedikts XVI. sei „die pastorale Beziehung zur Intelligenz, zum Verstand“. Der Papst vertraue darauf, dass die Menschen denken können, deshalb wende er sich in seinen Veröffentlichungen an die Intelligenz. Der spanische Journalist und Arzt, der der katholischen Personalprälatur „Opus Dei“ angehört, leitete von 1984 bis 2006 das vatikanische Presseamt. Er äußerte sich beim „Feldmark-Forum“ im Atrium der Deutschen Bank. Feldmark ist ein dem Opus Dei nahestehendes Zentrum für Jugend- und Erwachsenenbildung. Auf eine Frage aus dem Publikum, wie er sich angesichts der Aufhebung der Exkommunikation des Holocaust-Leugners Richard Williamson die Kommunikationslage im Vatikan erkläre, sagte Navarro-Valls, er sei nicht fähig, darauf zu antworten, weil er nicht mehr im Vatikan arbeite. Er empfehle aber bei einem solchen Thema eine kritischere Haltung gegenüber den Medien. Zugleich meinte er, „ich hätte es vorgezogen, wenn es anders gewesen wäre“. Weiter rief er zu mehr Gebeten für den Papst auf. Navarro-Valls bezeichnete es als großes Verdienst der Pontifikate Johannes Pauls II. und Benedikts XVI., dass sie grundlegende Bezugspunkte wie Gott, Gewissen, Personalität, Menschenwürde und personale Liebe wieder in den Blick der Menschen gebracht hätten.

    Berlin (DT/KNA) Die Deutschen sollten nach Ansicht des früheren Vatikansprechers Joaquin Navarro-Valls stolz auf Papst Benedikt XVI. sein. Navarro-Valls verwies am Montagabend in Berlin auf die Besuche des Kirchenoberhaupts in der Kölner Synagoge 2005 und im nationalsozialistischen Vernichtungslager Auschwitz 2006. „Deswegen vermag ich nicht zu verstehen, dass jemand Zweifel hegen kann an seiner Haltung zu den Juden und zur unendlichen Tragödie der Schoa“, sagte der 72-Jährige. „Wäre ich Deutscher, ich wäre sehr stolz auf diesen Papst.“ Das besondere Merkmal Benedikts XVI. sei „die pastorale Beziehung zur Intelligenz, zum Verstand“. Der Papst vertraue darauf, dass die Menschen denken können, deshalb wende er sich in seinen Veröffentlichungen an die Intelligenz. Der spanische Journalist und Arzt, der der katholischen Personalprälatur „Opus Dei“ angehört, leitete von 1984 bis 2006 das vatikanische Presseamt. Er äußerte sich beim „Feldmark-Forum“ im Atrium der Deutschen Bank. Feldmark ist ein dem Opus Dei nahestehendes Zentrum für Jugend- und Erwachsenenbildung. Auf eine Frage aus dem Publikum, wie er sich angesichts der Aufhebung der Exkommunikation des Holocaust-Leugners Richard Williamson die Kommunikationslage im Vatikan erkläre, sagte Navarro-Valls, er sei nicht fähig, darauf zu antworten, weil er nicht mehr im Vatikan arbeite. Er empfehle aber bei einem solchen Thema eine kritischere Haltung gegenüber den Medien. Zugleich meinte er, „ich hätte es vorgezogen, wenn es anders gewesen wäre“. Weiter rief er zu mehr Gebeten für den Papst auf. Navarro-Valls bezeichnete es als großes Verdienst der Pontifikate Johannes Pauls II. und Benedikts XVI., dass sie grundlegende Bezugspunkte wie Gott, Gewissen, Personalität, Menschenwürde und personale Liebe wieder in den Blick der Menschen gebracht hätten.