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    Minsk: Orthodoxe mit Todesstrafe einverstanden

    Minsk (DT/KNA) Wenige Wochen nach zwei jüngsten Todesurteilen in Weißrussland stellt sich die orthodoxe Kirche gegen ein Moratorium für Hinrichtungen. Der weißrussische Exarch Metropolit Filaret sagte laut Minsker Medienberichten (Donnerstag), „die Kirche sollte nicht kategorisch die Abschaffung der Todesstrafe fordern“. Dies gelte besonders in einer Gesellschaft, die mehrheitlich für diese Strafe sei. In bestimmten Fällen dürfe sich die Kirche allerdings einem Gnadengesuch eines Todeskandidaten anschließen, so Filaret. Ob sie dies in den beiden aktuellen Fällen vorhabe, ließ der Metropolit offen. Ein Minsker Gericht hatte zwei 25-Jährige wegen des U-Bahn-Anschlags vom April in Minsk zum Tod durch Erschießen verurteilt. Bei dem Attentat waren 15 Menschen ums Leben gekommen. Einer der Verurteilten, Wladislaw Kowaljow, richtete inzwischen ein Gnadengesuch an Staatspräsident Alexander Lukaschenko. Darin beteuerte er nach Angaben seiner Mutter, er habe mit dem Verbrechen nichts zu tun. Weißrussland ist der einzige Staat Europas sowie der ehemaligen Sowjetunion, der noch Todesurteile vollstreckt. Mehr als 100 000 Menschen unterstützten im Dezember eine Petition für ein Moratorium.

    Minsk (DT/KNA) Wenige Wochen nach zwei jüngsten Todesurteilen in Weißrussland stellt sich die orthodoxe Kirche gegen ein Moratorium für Hinrichtungen. Der weißrussische Exarch Metropolit Filaret sagte laut Minsker Medienberichten (Donnerstag), „die Kirche sollte nicht kategorisch die Abschaffung der Todesstrafe fordern“. Dies gelte besonders in einer Gesellschaft, die mehrheitlich für diese Strafe sei. In bestimmten Fällen dürfe sich die Kirche allerdings einem Gnadengesuch eines Todeskandidaten anschließen, so Filaret. Ob sie dies in den beiden aktuellen Fällen vorhabe, ließ der Metropolit offen. Ein Minsker Gericht hatte zwei 25-Jährige wegen des U-Bahn-Anschlags vom April in Minsk zum Tod durch Erschießen verurteilt. Bei dem Attentat waren 15 Menschen ums Leben gekommen. Einer der Verurteilten, Wladislaw Kowaljow, richtete inzwischen ein Gnadengesuch an Staatspräsident Alexander Lukaschenko. Darin beteuerte er nach Angaben seiner Mutter, er habe mit dem Verbrechen nichts zu tun. Weißrussland ist der einzige Staat Europas sowie der ehemaligen Sowjetunion, der noch Todesurteile vollstreckt. Mehr als 100 000 Menschen unterstützten im Dezember eine Petition für ein Moratorium.