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    Meisner würdigt Hilfswerk Renovabis

    Köln (DT/KNA) Der Kölner Kardinal Joachim Meisner hat das 20-jährige Wirken des katholischen Osteuropa-Hilfswerks Renovabis gewürdigt. Für viele Menschen in der Region sei es nach dem Fall des Eisernes Vorhangs zu einem „Symbol der Hoffnung geworden“, sagte er am Dienstag bei der Vorstellung der Renovabis-Jahresbilanz 2012 in Köln. Seit seiner Gründung 1993 habe das Hilfswerk mehr als 19 000 Initiativen von Projektpartnern mit gut 560 Millionen Euro unterstützt. Renovabis sei „die Antwort der deutschen Katholiken auf „auf die Befreiung der Menschen vom staatlich verordneten Kommunismus und des damit verordneten Atheismus“, sagte der Vorsitzende der für Renovabis zuständigen Unterkommission der Deutschen Bischofskonferenz.

    Köln (DT/KNA) Der Kölner Kardinal Joachim Meisner hat das 20-jährige Wirken des katholischen Osteuropa-Hilfswerks Renovabis gewürdigt. Für viele Menschen in der Region sei es nach dem Fall des Eisernes Vorhangs zu einem „Symbol der Hoffnung geworden“, sagte er am Dienstag bei der Vorstellung der Renovabis-Jahresbilanz 2012 in Köln. Seit seiner Gründung 1993 habe das Hilfswerk mehr als 19 000 Initiativen von Projektpartnern mit gut 560 Millionen Euro unterstützt. Renovabis sei „die Antwort der deutschen Katholiken auf „auf die Befreiung der Menschen vom staatlich verordneten Kommunismus und des damit verordneten Atheismus“, sagte der Vorsitzende der für Renovabis zuständigen Unterkommission der Deutschen Bischofskonferenz.

    Er verwies auf die sehr unterschiedliche politische, wirtschaftliche und soziale Entwicklung in den Ländern Osteuropas. Diese habe eine veränderte Schwerpunktsetzung der Hilfe notwendig gemacht. Anfangs sei es vor allem darum gegangen, eine Infrastruktur etwa durch Baumaßnahmen zu schaffen. Heute werde in die Bildung und Ausbildung von Priestern und Ordensleuten sowie in die Förderung eines katholischen Schulsystems investiert. Neben Gewinnern in den Ländern der Region gebe es auch eine ganze Reihe von Verlierern, hob der Kardinal hervor. Als Beispiel nannte er gesellschaftliche Randgruppen und Minderheiten sowie Kinder und Jugendliche als „Leidtragende der Arbeitsmigration von Ost nach West“. Ihnen widme sich Renovabis, indem es besonders soziale Projekte unterstütze. Der Name „Renovabis“ („Du wirst erneuern“) sei dabei Programm. „Es ging und geht um den Auftrag der Erneuerung des Angesichts der Erde“ aus der Kraft des Glaubens. Dies sei in vielen Ländern auch heute noch dringend notwendig, so der Kardinal. 2012 förderte Renovabis laut Hauptgeschäftsführer Stefan Dartmann 828 Projekte in 28 Ländern Mittel-, Ost- und Südeuropas mit insgesamt 26, 54 Millionen Euro. Das sei etwa eine Million Euro weniger als im Jahr zuvor, was auf eine vorsichtige Vergabepraxis angesichts der internationalen Finanzkrise zurückzuführen sei. Gut 45 Prozent der Fördermittel seien für soziale Aufgaben, etwa 22 Prozent für Bildungs- und Medienprojekte und weitere zwölf Prozent für die Förderung von Laienarbeit ausgegeben worden.

    Den Ausgaben von Renovabis stehen nach den Angaben 2012 Einnahmen von 35, 2 Millionen Euro gegenüber. Das Gesamtaufkommen liege damit mehr als eine Million Euro über den Betrag des Vorjahres. Etwa 40 Prozent des Gesamtbudgets machen dabei die Zuwendungen durch den Verband der Diözesen Deutschlands (VDD) in Höhe von 15,15 Millionen Euro aus. Rund 6 Millionen Euro kommen vom Entwicklungsministerium. Die Einnahmen aus Kollekten und Spenden belaufen sich auf 11, 06 Millionen Euro. Das Hilfswerk trägt seit 1995 das DZI-Spendensiegel.