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    „Mehr als bloß ein Rockkonzert“

    Fulda (DT) Der Fuldaer Dompräbendar Dirk Gärtner hat am Samstag die heilige Messe zur Aussendung der Weltjugendtagsfahrer aus dem Bistum Fulda gefeiert. Der Sekretär von Bischof Heinz Josef Algermissen vertrat Weihbischof Karlheinz Diez, der in der vergangenen Woche in der eigenen Wohnung stürzte und sich mehrere Rippen brach. Er liegt seitdem im Krankenhaus und wird nicht zum Weltjugendtag fliegen. „Die Absage fällt ihm unheimlich schwer, da er selbst von den Weltjugendtagen in Köln und Sydney so begeistert war. Er ist in Gedanken und im Gebet fest bei uns“, erklärte der Bischofssekretär den 300 Gläubigen, die sich in der Aula des Marianums, einer katholischen Schule Fuldas, zum Gottesdienst versammelt hatten. Die Jugendlichen schlossen ihn in ihre Fürbitten ein und übermittelten herzliche Grüße.

    Kreative Botschafter deutscher Musikkultur: Vor der Abreise nach Madrid begeisterte das Blasorchester des Fuldaer „Maria... Foto: S. Pilz

    Fulda (DT) Der Fuldaer Dompräbendar Dirk Gärtner hat am Samstag die heilige Messe zur Aussendung der Weltjugendtagsfahrer aus dem Bistum Fulda gefeiert. Der Sekretär von Bischof Heinz Josef Algermissen vertrat Weihbischof Karlheinz Diez, der in der vergangenen Woche in der eigenen Wohnung stürzte und sich mehrere Rippen brach. Er liegt seitdem im Krankenhaus und wird nicht zum Weltjugendtag fliegen. „Die Absage fällt ihm unheimlich schwer, da er selbst von den Weltjugendtagen in Köln und Sydney so begeistert war. Er ist in Gedanken und im Gebet fest bei uns“, erklärte der Bischofssekretär den 300 Gläubigen, die sich in der Aula des Marianums, einer katholischen Schule Fuldas, zum Gottesdienst versammelt hatten. Die Jugendlichen schlossen ihn in ihre Fürbitten ein und übermittelten herzliche Grüße.

    Bischofssekretär Dirk Gärtner stellte seine Predigt unter die Frage, warum beim Weltjugendtag, wie bei keinem anderen Ereignis, so viele Menschen aus unterschiedlichen Orten, Kulturen, Nationen und Sprachen zusammenkommen. Er machte deutlich: „Weltjugendtag ist mehr als bloß ein Rockkonzert, denn die Musikbegeisterten haben nach dem Ende einer Rockband keinen Grund mehr, sich zu treffen. Das ist beim Weltjugendtag anders. Da gibt es einen Star, der über alle Grenzen der Kultur und Sprache hinweg die Leute sammelt. Jesus Christus ist die Kraft, die alle innerlich zusammenhält. Die Freundschaft mit ihm lässt zugleich eine Brücke zueinander schlagen“, so Gärtner. Der Papst überbringe nur die Botschaft Christi. Letztlich sei Jesus selbst die Kraft, die jene noch so unterschiedlichen Jugendlichen zu einer friedlichen Gemeinschaft verbinde.

    Zur Veranschaulichung seiner Worte brachte Gärtner ein Gebetsbild mit, das Weihbischof Karlheinz Diez für die Jugendlichen hatte drucken lassen. Darauf ist die Christussäule in der Krypta der Fuldaer Michaelskirche abgedruckt. „Diese Säule trägt die gesamte Kirche und manche Touristen laufen oben darüber, ohne es zu wissen.“ Gärtner übertrug dieses Bild in den Alltag. „Auch heute leben viele Menschen oberflächlich und merken nicht, dass Christus ihr Leben trägt. Der Weltjugendtag will euch neu zeigen: wer auf Christus sein Leben gründet, hat Bestand. Der, der euch in Madrid versammelt, gibt euch auch Halt im Leben“, sagte Gärtner und nahm damit auf das offizielle Motto des Weltjugendtages „In Ihm verwurzelt und auf Ihn gegründet, fest im Glauben“ Bezug.

    Trotz der Erkrankung von Weihbischof Diez war die Weltjugendtagsstimmung in Fulda bereits spürbar: Das Jugendblasorchester des Marianums gestaltete den Gottesdienst musikalisch. Die 68 jungen Musiker reisen mit zum Weltjugendtag und werden im Rahmen des Jugendfestivals auftreten. Beim Aussendungsgottesdienst stellten sie den versammelten Eltern und jungen Pilgern ihr musikalisches Können unter Beweis und spielten auch die offizielle Weltjugendtagshymne in einer extra für sie umgeschriebenen Version. Nach der Heiligen Messe luden sie ihre Instrumente in einen Kleinbus, der noch in der Nacht Richtung Madrid aufbrach.