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    Lehrer des geistlichen Lebens

    Der selige Arnold Reche wurde am 2. September 1838 als ältester Sohn einer kinderreichen und sehr armen Familie in Landroff in Lothringen geboren. Er wurde auf den Namen Julian Nikolaus getauft. Sein Vater war Schuster, und Julian wuchs in einer religiösen Atmosphäre auf. Schon früh verließ er die Schule, um bei der Arbeit als Stallknecht und Kutscher und schließlich auf der Baustelle einer Kirche zum Lebensunterhalt seiner Familie beizutragen. Zunächst führte er ein weltliches Leben, was sich unter dem Einfluss seiner Tante jedoch änderte, sodass er seinen Glauben wiederentdeckte. Und schon bald fühlte er sich zu den Schulbrüdern hingezogen, deren Unterricht er besucht hatte. Die Gemeinschaft der „Brüder der christlichen Schulen“ (lateinisch Fratres Scholarum Christianorum, Ordenskürzel FSC), die heute mit etwa 70 000 Brüdern in 80 Ländern der Erde als größte Brüdergemeinschaft der Welt gilt, wurde 1679 vom heiligen Jean Baptiste de la Salle gegründet und widmet sich der Erziehung der Jugend.

    Der selige Bruder Arnold Reche. Foto: IN

    Der selige Arnold Reche wurde am 2. September 1838 als ältester Sohn einer kinderreichen und sehr armen Familie in Landroff in Lothringen geboren. Er wurde auf den Namen Julian Nikolaus getauft. Sein Vater war Schuster, und Julian wuchs in einer religiösen Atmosphäre auf. Schon früh verließ er die Schule, um bei der Arbeit als Stallknecht und Kutscher und schließlich auf der Baustelle einer Kirche zum Lebensunterhalt seiner Familie beizutragen. Zunächst führte er ein weltliches Leben, was sich unter dem Einfluss seiner Tante jedoch änderte, sodass er seinen Glauben wiederentdeckte. Und schon bald fühlte er sich zu den Schulbrüdern hingezogen, deren Unterricht er besucht hatte. Die Gemeinschaft der „Brüder der christlichen Schulen“ (lateinisch Fratres Scholarum Christianorum, Ordenskürzel FSC), die heute mit etwa 70 000 Brüdern in 80 Ländern der Erde als größte Brüdergemeinschaft der Welt gilt, wurde 1679 vom heiligen Jean Baptiste de la Salle gegründet und widmet sich der Erziehung der Jugend.

    1862 bat Julian um die Aufnahme ins Noviziat und nahm den Ordensnamen Arnold an. Seine Freunde erinnerten sich an seine tiefe Frömmigkeit und Selbstdisziplin. Sein Gebetsleben wurde von einer besonderen Verehrung für das heiligste Herz Jesu und das Leiden Christi getragen. Seit 1863 unterrichtete er vierzehn Jahre lang im Konvikt der Schulbrüder in Reims, und mit 39 Jahren wurde er zum Novizenmeister von Courlancy in der Nähe von Reims ernannt. Dieses Amt bekleidete er weitere dreizehn Jahre, bis er schließlich zum Leiter des Hauses der Schulbrüder in Reims berufen wurde. Nur wenige Monate später starb er am 23. Oktober 1890 an den Folgen einer Gehirnblutung.

    Papst Johannes Paul II. schrieb Bruder Arnold, dem die Gabe der Unterscheidung der Geister nachgesagt wird, am 1. November 1987 in das Verzeichnis der Seligen ein. Der Heilige Vater würdigte den neuen Seligen als „Lehrer des geistlichen Lebens“, der „heute seine Mitbrüder in ihrem Leben, das der Erziehung in jeder Form geweiht ist, unterstützen“ möge. „Er möge den jungen Menschen von heute helfen, ganze Christen zu sein und zu werden, erwachsene Christen, die sich glücklich schätzen, Söhne und Töchter Gottes zu sein.“