• aktualisiert:

    Lebensgrundlage bewahren

    München (DT/KNA) Die katholische Kirche ist nach den Worten des Münchner Kardinals Reinhard Marx in besonderer Weise dazu aufgerufen, die Menschenwürde zu verteidigen. Als global-vernetzte, nicht-staatliche Gemeinschaft sei sie dafür geradezu prädestiniert, erinnert der Erzbischof von München-Freising in einem Beitrag für den Bayerischen Rundfunk. Dieser ist am 1. September um 17.55 Uhr in Bayern 2 zu hören. „Jeder Mensch ist schließlich Bild des lebendigen Gottes, und Jesus Christus ist der Bruder aller Menschen.“ Hintergrund ist die bevorstehende Eröffnung eines katholischen Sozialinstituts in Ecuador in Kooperation mit der Erzdiözese München-Freising. Es wurde im Rahmen der Jubiläumsfeierlichkeiten zu 50 Jahren Partnerschaft zwischen der Kirche in dem südamerikanischen Staat und dem Erzbistum gegründet. Am 4. September reist eine Delegation der Erzdiözese dorthin. Das Sozialinstitut solle die Weiterentwicklung und Verbreitung der Katholischen Soziallehre in Lateinamerika befördern, betont Marx. Es gehöre sozusagen zum „Kerngeschäft der Kirche“, die unveräußerlichen und aus seiner Natur hervorgehenden Rechte des Menschen zu bewahren, und dort, wo sie bedroht seien, zu verteidigen. Dabei müsse der Einsatz für die Menschenrechte als ein „globales Engagement“ begriffen werden. Zur Wahrung der Menschenrechte gehöre in besonderer Weise auch der Respekt vor der Schöpfung, betont der Kardinal. In Ländern wie Ecuador werde deutlich, „wie sehr eine ungebremste Ausbeutung der natürlichen Ressourcen weiten Teilen der Bevölkerung ihre Lebensgrundlage entziehe. Damit werde ihr existenzielles Lebensrecht beeinträchtigt. Besonders die angestrebte Ausbeutung der Erdölvorkommen durch Gläubiger wie China bedrohe die indigene Bevölkerung.

    München (DT/KNA) Die katholische Kirche ist nach den Worten des Münchner Kardinals Reinhard Marx in besonderer Weise dazu aufgerufen, die Menschenwürde zu verteidigen. Als global-vernetzte, nicht-staatliche Gemeinschaft sei sie dafür geradezu prädestiniert, erinnert der Erzbischof von München-Freising in einem Beitrag für den Bayerischen Rundfunk. Dieser ist am 1. September um 17.55 Uhr in Bayern 2 zu hören. „Jeder Mensch ist schließlich Bild des lebendigen Gottes, und Jesus Christus ist der Bruder aller Menschen.“ Hintergrund ist die bevorstehende Eröffnung eines katholischen Sozialinstituts in Ecuador in Kooperation mit der Erzdiözese München-Freising. Es wurde im Rahmen der Jubiläumsfeierlichkeiten zu 50 Jahren Partnerschaft zwischen der Kirche in dem südamerikanischen Staat und dem Erzbistum gegründet. Am 4. September reist eine Delegation der Erzdiözese dorthin. Das Sozialinstitut solle die Weiterentwicklung und Verbreitung der Katholischen Soziallehre in Lateinamerika befördern, betont Marx. Es gehöre sozusagen zum „Kerngeschäft der Kirche“, die unveräußerlichen und aus seiner Natur hervorgehenden Rechte des Menschen zu bewahren, und dort, wo sie bedroht seien, zu verteidigen. Dabei müsse der Einsatz für die Menschenrechte als ein „globales Engagement“ begriffen werden. Zur Wahrung der Menschenrechte gehöre in besonderer Weise auch der Respekt vor der Schöpfung, betont der Kardinal. In Ländern wie Ecuador werde deutlich, „wie sehr eine ungebremste Ausbeutung der natürlichen Ressourcen weiten Teilen der Bevölkerung ihre Lebensgrundlage entziehe. Damit werde ihr existenzielles Lebensrecht beeinträchtigt. Besonders die angestrebte Ausbeutung der Erdölvorkommen durch Gläubiger wie China bedrohe die indigene Bevölkerung.