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    „Lasst eure Söhne Priester werden“

    Lyon (DT/KAP) Aus Anlass des 150. Todestages des Pfarrers von Ars hat der Präfekt der vatikanischen Kleruskongregation, Kardinal Claudio Hummes, an die „christlichen Familien in Frankreich“ appelliert, Priesterberufungen unter ihren Söhnen zu fördern. Kardinal Hummes war als Legat des Papstes am Dienstag Hauptzelebrant beim feierlichen Gottesdienst in Ars-sur-Formans.

    Lyon (DT/KAP) Aus Anlass des 150. Todestages des Pfarrers von Ars hat der Präfekt der vatikanischen Kleruskongregation, Kardinal Claudio Hummes, an die „christlichen Familien in Frankreich“ appelliert, Priesterberufungen unter ihren Söhnen zu fördern. Kardinal Hummes war als Legat des Papstes am Dienstag Hauptzelebrant beim feierlichen Gottesdienst in Ars-sur-Formans.

    Konzelebranten waren der Erzbischof von Lyon, Kardinal Philippe Barbarin, der Bischof von Belley-Ars, Guy Bagnard, fünfzehn weitere Bischöfe und gut vierhundert Priester. Insgesamt nahmen 6 000 Gläubige an den Feiern zu Ehren des Heiligen Jean-Marie Vianney in Ars teil. Das von Papst Benedikt XVI. ausgerufene internationale „Jahr des Priesters“ steht stark im Zeichen des heiligen Jean-Marie Vianney. Bereits am Montag hatten sich zahlreiche Priester aus Frankreich, Italien, Spanien, Belgien, Polen und Deutschland in Ars eingefunden. Der Rektor des Heiligtums von Ars, Jean-Philippe Nault, und Bischof Bagnard, legten die großen Linien des „Jahres des Priesters“ im Hinblick auf die priesterlichen Aufgaben und die Zukunft des Priestertums dar, die Messfeier galt dem Anliegen der priesterlichen Berufungen. Abgeschlossen wurde der Tag mit einem „Abend der Versöhnung“ in der Basilika.

    Die katholischen Priester sollen sich angesichts der Entchristlichungserscheinungen nicht „in die Schützengräben des Widerstands“ zurückziehen, unterstrich Kardinal Hummes in einem Brief an die Priester zum Festtag des heiligen Jean-Marie Vianney: „Wir dürfen weder mutlos werden noch vor der aktuellen Gesellschaft Angst haben oder sie einfach verurteilen. Sie muss vielmehr gerettet werden.“ Jede Kultur des Menschen, auch die heutige, könne evangelisiert werden, ermutigte der Kardinal die Priester.

    Im Gespräch mit „Radio Vatikan“ sagte der Präfekt der Kleruskongregation: „Ich denke, dass die heutigen Priester vom heiligen Jean-Marie Vianney lernen können. Durch seine großherzige und unermüdliche Hingabe an die Seelsorge und sein tiefes geistliches Leben gelangte er zur Heiligkeit.“

    Besonders lud Kardinal Hummes die Priester dazu ein, auf die getauften, aber „fernstehenden“ Christen zuzugehen. Auch die Armen und die Familien sollten besonders Schwerpunkt der Seelsorge sein.

    Wörtlich meinte Hummes: „Die ganze Welt erlebt derzeit eine schwierige Phase. Viele Menschen leiden an den Folgen von Krieg, Armut oder Einsamkeit. Doch all diese Menschen müssen wissen, dass die Kirche ein Aufgebot vorzuweisen hat: Denn die Priester haben die Aufgabe, den Notleidenden beizustehen. All diesen Menschen können die Priester beweisen, wie nahe ihnen die Kirche steht und wie sehr sie sie liebt.“