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    Kyrill leitet kommissarisch russisch-orthodoxe Kirche

    Moskau (DT/KNA) Metropolit Kyrill von Smolensk und Kaliningrad (62) steht nun übergangsweise an der Spitze der russisch-orthodoxen Kirche. Nach dem Tod von Patriarch Alexij II. (79) am Freitag wählte ihn der Heilige Synod, das oberste Leitungsgremium der russischen Kirche, am Samstag zum kommissarischen Leiter, wie das Moskauer Patriarchat bestätigte. Kyrill war bislang für dessen Außenbeziehungen zuständig und hatte damit die zweithöchste Position in der Hierarchie.

    Moskau (DT/KNA) Metropolit Kyrill von Smolensk und Kaliningrad (62) steht nun übergangsweise an der Spitze der russisch-orthodoxen Kirche. Nach dem Tod von Patriarch Alexij II. (79) am Freitag wählte ihn der Heilige Synod, das oberste Leitungsgremium der russischen Kirche, am Samstag zum kommissarischen Leiter, wie das Moskauer Patriarchat bestätigte. Kyrill war bislang für dessen Außenbeziehungen zuständig und hatte damit die zweithöchste Position in der Hierarchie.

    Er galt bereits als ein Favorit für die Übergangsleitung nach dem Tod von Alexij II. Binnen eines halben Jahres muss jetzt ein neuer Patriarch gewählt werden. Wie russische Medien berichteten, wird Alexij II. auf Beschluss der Synode am Dienstag in der Moskauer Jelochow-Kathedrale bestattet. Damit entspreche man seinem letzten Willen, so ein Kirchensprecher. In dem Gotteshaus wurde Alexij II. 1990 in sein Amt eingeführt. Zuvor sollte der verstorbene Patriarch am Samstagabend in der Moskauer Christus-Erlöser-Kathedrale aufgebahrt werden. Davor versammelten sich tausende Menschen, um von ihm Abschied zu nehmen. Zu der Beisetzung werden Repräsentanten aller orthodoxen Kirchen sowie anderer christlicher Kirchen und Religionsgemeinschaften erwartet.