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    Küng hebt Bedeutung der Ehevorbereitung hervor

    St. Pölten (DT/KAP) Angesichts der hohen Zahl gescheiterter Ehen sieht Österreichs „Familien-Bischof“ Klaus Küng für die Kirche „eine große Aufgabe der existenziellen Heilung“: „Wir haben die Verantwortung, mit Verständnis beizustehen“. Wenn sich Menschen trennen, scheiden lassen oder auch danach wieder heiraten, sei es Aufgabe der Kirche, „zu verstehen, zu begleiten und hinzuführen zum barmherzigen Gott“, so Küng beim Jahrestreffen der Referenten für Ehevorbereitung und -begleitung in St. Pölten. Die Ehevorbereitung und pastorale Ehebegleitung spielten in diesem Zusammenhang eine zunehmend wichtige Rolle, erklärte Küng. Er wünsche sich eine „prozesshafte Hinführung“ zur Ehe. Dadurch werde der Glaube in die heutige Gesellschaft erneut „inkulturiert“. Die aktuellen Standards der Ehevorbereitung, die auch Kurzseminare vorsehen, hält Küng für „einen ersten Schritt“. Auf längere Sicht wünsche er sich jedoch, die Ehevorbereitung „zu forcieren“ und auf fünf bis sechs Monate auszubauen: „Es gibt vatikanische Dokumente, die sogar von zwei Jahren sprechen“. Wenn die jungen Menschen „sehen, dass es hilft“, würden sie sich auch für längere Kurse entscheiden. Nach sinkenden Zahlen in den neunziger Jahren ist die Tendenz der Teilnahme an Eheseminaren seit einigen Jahren wieder stark steigend. In diesem Jahr nahmen bis Oktober bereits mehr als 801 Paare in der Diözese St. Pölten an den verschiedenen Kursen der Ehevorbereitung und Ehebegleitung teil. Die meisten Seminare gestalten Paare, die dafür ausgebildet wurden. An vielen Orten sind Priester eingebunden, an manchen Kursorten auch Ärzte oder Hebammen. Als Seminarleiter stehen derzeit 64 Referentenpaare, dreißig Priester und Theologen sowie elf Ärzte und Hebammen zur Verfügung. Die natürliche Empfängnisregelung sei wichtig für die Qualität einer Beziehung, erklärte Bischof Küng bei dem Treffen. Es gelte, nicht nur den sinkenden Kinderzahlen gegenzusteuern, sondern den Ehepartner „als ganzen Menschen mit seiner Sexualität“ zu bejahen.

    St. Pölten (DT/KAP) Angesichts der hohen Zahl gescheiterter Ehen sieht Österreichs „Familien-Bischof“ Klaus Küng für die Kirche „eine große Aufgabe der existenziellen Heilung“: „Wir haben die Verantwortung, mit Verständnis beizustehen“. Wenn sich Menschen trennen, scheiden lassen oder auch danach wieder heiraten, sei es Aufgabe der Kirche, „zu verstehen, zu begleiten und hinzuführen zum barmherzigen Gott“, so Küng beim Jahrestreffen der Referenten für Ehevorbereitung und -begleitung in St. Pölten. Die Ehevorbereitung und pastorale Ehebegleitung spielten in diesem Zusammenhang eine zunehmend wichtige Rolle, erklärte Küng. Er wünsche sich eine „prozesshafte Hinführung“ zur Ehe. Dadurch werde der Glaube in die heutige Gesellschaft erneut „inkulturiert“. Die aktuellen Standards der Ehevorbereitung, die auch Kurzseminare vorsehen, hält Küng für „einen ersten Schritt“. Auf längere Sicht wünsche er sich jedoch, die Ehevorbereitung „zu forcieren“ und auf fünf bis sechs Monate auszubauen: „Es gibt vatikanische Dokumente, die sogar von zwei Jahren sprechen“. Wenn die jungen Menschen „sehen, dass es hilft“, würden sie sich auch für längere Kurse entscheiden. Nach sinkenden Zahlen in den neunziger Jahren ist die Tendenz der Teilnahme an Eheseminaren seit einigen Jahren wieder stark steigend. In diesem Jahr nahmen bis Oktober bereits mehr als 801 Paare in der Diözese St. Pölten an den verschiedenen Kursen der Ehevorbereitung und Ehebegleitung teil. Die meisten Seminare gestalten Paare, die dafür ausgebildet wurden. An vielen Orten sind Priester eingebunden, an manchen Kursorten auch Ärzte oder Hebammen. Als Seminarleiter stehen derzeit 64 Referentenpaare, dreißig Priester und Theologen sowie elf Ärzte und Hebammen zur Verfügung. Die natürliche Empfängnisregelung sei wichtig für die Qualität einer Beziehung, erklärte Bischof Küng bei dem Treffen. Es gelte, nicht nur den sinkenden Kinderzahlen gegenzusteuern, sondern den Ehepartner „als ganzen Menschen mit seiner Sexualität“ zu bejahen.