• aktualisiert:

    Kommentar: Zum Mysterium der Eucharistie

    Der von Kardinal Kasper bei einem Vortrag in Wittenberg geäußerte Wunsch, als Ergebnis der ökumenischen Arbeit möge Eheleuten, die in einer sogenannten Mischehe leben, auch beim Gottesdienst immer die Zulassung zur heiligen Kommunion geschenkt werden, bedeutet, dass also nichtkatholische Christen in einer katholisch geschlossenen Ehe zur heiligen Kommunion gehen können. Die Kirche aber wird durch die heilige Eucharistie konstituiert. Sie ist der Leib Christi, und darum muss ich zu dieser Kirche, das heißt zur katholischen Kirche auch gehören und ihren ganzen Glauben bekennen. Dazu gehört unter anderem alles, was die Kirche im Messkanon betet: Die heilige Messe als Opfer in Verbindung zum Papst- und Bischofsamt, die Heiligenverehrung, insbesondere der Muttergottes, das Gebet für die Verstorbenen, um dort die heiligen Kommunion empfangen zu können.

    Der von Kardinal Kasper bei einem Vortrag in Wittenberg geäußerte Wunsch, als Ergebnis der ökumenischen Arbeit möge Eheleuten, die in einer sogenannten Mischehe leben, auch beim Gottesdienst immer die Zulassung zur heiligen Kommunion geschenkt werden, bedeutet, dass also nichtkatholische Christen in einer katholisch geschlossenen Ehe zur heiligen Kommunion gehen können. Die Kirche aber wird durch die heilige Eucharistie konstituiert. Sie ist der Leib Christi, und darum muss ich zu dieser Kirche, das heißt zur katholischen Kirche auch gehören und ihren ganzen Glauben bekennen. Dazu gehört unter anderem alles, was die Kirche im Messkanon betet: Die heilige Messe als Opfer in Verbindung zum Papst- und Bischofsamt, die Heiligenverehrung, insbesondere der Muttergottes, das Gebet für die Verstorbenen, um dort die heiligen Kommunion empfangen zu können.

    Das ist gerade die – oft übersehene – Belastung einer konfessionsverschiedenen Ehe, dass die Einbeziehung des ehelichen „Ein-Fleisch“-Seins in die eucharistische Vereinigung nicht möglich ist. Denn jeder Sakramentenempfang setzt voraus, dass der Empfänger das glaubt, was die Kirche lehrt, deren Glied er sein muss! Diese Voraussetzung ist bei einem Verheirateten nicht anders als bei jedem, auch alleinstehenden Christen! Wie könnte denn eine eucharistische Gemeinschaft entstehen, wenn die Empfänger – in diesem Fall Mann und Frau – ein unterschiedliches, zuweilen sogar entgegengesetztes Verständnis von diesem Sakrament haben! Von der Alt-Lutherischen Gemeinde in Berlin wird mir berichtet, dass im Vestibül des Kirchenraumes ein Hinweis steht, der die Besucher herzlich willkommen heißt, aber hinzufügt: „Wenn jemand das heilige Abendmahl bei dem Gottesdienst empfängt, gehört er für immer unkündbar zu dieser Gemeinde, und darum verpflichtet er sich, mit dem Kommunionempfang, mehrere Gemeindeabende zu besuchen, um die Kirche näher kennenzulernen. Das ist gut katholisch!

    Die Kirche ist der Leib Christi. Und sie wird konstituiert durch den Leib Christi. Kirche und Eucharistie dürfen nicht auseinandergerissen werden. Die heiligen Eucharistie konstituiert die Kirche und erhält die Kirche. Sie verlangt die Zugehörigkeit zur katholischen Kirche und sie begründet sie zugleich. Diese Eucharistielehre und Eucharistiepraxis wird auch von den orthodoxen Kirchen so gesehen und praktiziert.

    Das Fronleichnamsfest lädt uns ein, über das Mysterium der heiligen Eucharistie nachzudenken, damit sie nicht als Mittel zum Zweck missbraucht wird.