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    Koch: Katholiken können von Ostkirchen lernen

    Würzburg (DT/KNA) Nach den Worten des Schweizer Kurienkardinals Kurt Koch ist der christliche Glaube nirgendwo so sehr in seinem Element wie im Gottesdienst. Für die ökumenische Annäherung der christlichen Konfessionen spiele daher die Liturgie eine entscheidende Rolle, sagte der Präsident des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen am Mittwoch in Würzburg. Dort endet an diesem Samstag ein Liturgie-Kongress. Der Kardinal riet den Katholiken, von den Kirchen des Ostens zu lernen. Dort werde die Liturgie nicht nur als Feier der Gemeinde, sondern auch als „kosmisches Geschehen“ verstanden. Wichtig für die Ökumene sei eine Rückbesinnung auf die ursprüngliche Gestalt der Liturgie, wie sie in den ersten christlichen Jahrhunderten gefeiert worden sei, sagte Koch. Dabei verwies er auf die Erneuerung des Gottesdienstes, zu der es im 20. Jahrhundert bei Katholiken und bei Protestanten gekommen sei. Durch die Rückbesinnung auf die christlichen Ursprünge seien hier viele liturgische Übereinstimmungen und Gemeinsamkeiten gewachsen. Der anglikanische Theologe Paul Bradshaw machte deutlich, dass die Historiker bei der Suche nach der „ursprünglichen“ Form des Gottesdienstes zunehmend auf Schwierigkeiten stießen. Denn die Riten des Christentums seien zu Beginn der Kirchengeschichte nicht so einheitlich gewesen wie bisher angenommen. Sie seien vielmehr von einer großen Vielfalt gekennzeichnet gewesen. Trotzdem erweise es sich als sinnvoll, weiter nach Gemeinsamkeiten zu suchen. Anlass für den Würzburger Kongress ist der 50. Jahrestag der Veröffentlichung von „Sacrosanctum Concilium“. Mit diesem Dokument stießen die Bischöfe der katholischen Kirche beim Zweiten Vatikanischen Konzil im Jahr 1963 die Reform des katholischen Gottesdienstes an.

    Würzburg (DT/KNA) Nach den Worten des Schweizer Kurienkardinals Kurt Koch ist der christliche Glaube nirgendwo so sehr in seinem Element wie im Gottesdienst. Für die ökumenische Annäherung der christlichen Konfessionen spiele daher die Liturgie eine entscheidende Rolle, sagte der Präsident des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen am Mittwoch in Würzburg. Dort endet an diesem Samstag ein Liturgie-Kongress. Der Kardinal riet den Katholiken, von den Kirchen des Ostens zu lernen. Dort werde die Liturgie nicht nur als Feier der Gemeinde, sondern auch als „kosmisches Geschehen“ verstanden. Wichtig für die Ökumene sei eine Rückbesinnung auf die ursprüngliche Gestalt der Liturgie, wie sie in den ersten christlichen Jahrhunderten gefeiert worden sei, sagte Koch. Dabei verwies er auf die Erneuerung des Gottesdienstes, zu der es im 20. Jahrhundert bei Katholiken und bei Protestanten gekommen sei. Durch die Rückbesinnung auf die christlichen Ursprünge seien hier viele liturgische Übereinstimmungen und Gemeinsamkeiten gewachsen. Der anglikanische Theologe Paul Bradshaw machte deutlich, dass die Historiker bei der Suche nach der „ursprünglichen“ Form des Gottesdienstes zunehmend auf Schwierigkeiten stießen. Denn die Riten des Christentums seien zu Beginn der Kirchengeschichte nicht so einheitlich gewesen wie bisher angenommen. Sie seien vielmehr von einer großen Vielfalt gekennzeichnet gewesen. Trotzdem erweise es sich als sinnvoll, weiter nach Gemeinsamkeiten zu suchen. Anlass für den Würzburger Kongress ist der 50. Jahrestag der Veröffentlichung von „Sacrosanctum Concilium“. Mit diesem Dokument stießen die Bischöfe der katholischen Kirche beim Zweiten Vatikanischen Konzil im Jahr 1963 die Reform des katholischen Gottesdienstes an.