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    Kirchenfeindlichkeit beschäftigt Franzosen

    Paris (DT/KNA) In Frankreich ist eine Debatte über eine wachsende Feindlichkeit gegenüber der katholischen Kirche entbrannt. Die Präsidentin der Christdemokratischen Partei, Christine Boutin, erklärte, sie nehme eine zunehmende „Katholikenphobie“ wahr, wie die französische Tageszeitung „La Croix“ (Mittwoch) berichtet. Die Regierung erwecke etwa den Eindruck, dass sich die katholische Kirche zu wenig für Obdachlose engagiere, kritisierte Boutin. Sie frage sich, ob man die Glaubwürdigkeit der katholischen Kirche deshalb untergraben wolle, weil sie sich gegen die Ehe zwischen gleichgeschlechtlichen Paaren ausgesprochen habe. Der Sprecher des Erzbistums Paris, Bernard Podvin, erklärte laut Zeitungsbericht, die Angriffe resultierten aus Unkenntnis des Christentums und der Kirche. Auslöser der Debatte war eine Äußerung der Ministerin für sozialen Wohnungsbau, Cecile Duflot (Grüne). Sie hatte Anfang der Woche den Pariser Kardinal Andre Vingt-Trois aufgefordert, mehr Gebäude in Kirchenbesitz für Obdach- und Wohnungslose zur Verfügung zu stellen. Protest kam daraufhin von katholischen Organisationen. Sie fühlten sich durch die Äußerungen der Ministerin stigmatisiert. Der Pariser Soziologieprofessor Philippe Portier sagte den Angaben zufolge, die katholische Kirche sei öfter als andere Religionen Attacken ausgesetzt. Das liege unter anderem daran, dass es nach wie vor einen gesellschaftlichen Antiklerikalismus gebe.

    Paris (DT/KNA) In Frankreich ist eine Debatte über eine wachsende Feindlichkeit gegenüber der katholischen Kirche entbrannt. Die Präsidentin der Christdemokratischen Partei, Christine Boutin, erklärte, sie nehme eine zunehmende „Katholikenphobie“ wahr, wie die französische Tageszeitung „La Croix“ (Mittwoch) berichtet. Die Regierung erwecke etwa den Eindruck, dass sich die katholische Kirche zu wenig für Obdachlose engagiere, kritisierte Boutin. Sie frage sich, ob man die Glaubwürdigkeit der katholischen Kirche deshalb untergraben wolle, weil sie sich gegen die Ehe zwischen gleichgeschlechtlichen Paaren ausgesprochen habe. Der Sprecher des Erzbistums Paris, Bernard Podvin, erklärte laut Zeitungsbericht, die Angriffe resultierten aus Unkenntnis des Christentums und der Kirche. Auslöser der Debatte war eine Äußerung der Ministerin für sozialen Wohnungsbau, Cecile Duflot (Grüne). Sie hatte Anfang der Woche den Pariser Kardinal Andre Vingt-Trois aufgefordert, mehr Gebäude in Kirchenbesitz für Obdach- und Wohnungslose zur Verfügung zu stellen. Protest kam daraufhin von katholischen Organisationen. Sie fühlten sich durch die Äußerungen der Ministerin stigmatisiert. Der Pariser Soziologieprofessor Philippe Portier sagte den Angaben zufolge, die katholische Kirche sei öfter als andere Religionen Attacken ausgesetzt. Das liege unter anderem daran, dass es nach wie vor einen gesellschaftlichen Antiklerikalismus gebe.