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    Kirche darf nicht schweigen

    Zagreb (DT/KAP) Die katholische Kirche muss trotz Kritik an ihren Positionen zu Themen wie Abtreibung, „Homo-Ehe“ oder Bioethik festhalten: Das hat der Eisenstädter Bischof Ägidius Zsifkovics bei einem Gottesdienst zum kroatischen Märtyrertag in der Stadt Udbina bei Rijeka betont. Nenne die Kirche „Dinge beim Namen“ und trete etwa dagegen auf, dass sich der Mensch in der Genforschung zum Schöpfer aufspiele, werde sie als „rückständig“, „konservativ“ und „Hindernis auf dem Weg in die Zukunft“ kritisiert, erklärte Zsifkovics laut der kroatischen katholischen Nachrichtenagentur IKA in seiner Predigt am 25. August. Wolle die Kirche ihrer Mission treu bleiben, dürfe sie dennoch nicht schweigen, so der Bischof: „Sie muss wie ein Prophet auf der Seite der Wahrheit stehen, unabhängig vom Preis, den sie dafür zu zahlen hat.“ Gerade in Kroatien müsse die katholische Kirche heute eine „Stimme der Hoffnung“ sein, appellierte Zsifkovics, der selbst Burgenlandkroate ist. So wie er Angst um die Zukunft eines Europa habe, in dessen Verfassung die namentliche Erwähnung Gottes nicht erlaubt ist, würde er sich auch um ein Kroatien sorgen, „in dessen Grundfesten die christlichen Werte nicht mehr enthalten sind“, sagte der Bischof. Angesichts dieser Entwicklungen sei es Aufgabe der Kirche „eine prophetische Stimme“ zu sein, „die dieser Nation unermüdlich verkündet, dass Gott sie nicht getäuscht, verlassen oder vergessen hat“. Kroatien werde heute erniedrigt „wie ein Bettler, der kriechend an die Tür der alten Dame Europa klopft“. Das 1991 unabhängig gewordene Land opfere dabei viele Dinge von Wert und Reichtum für jene „Brotkrümel, die auf den Tischen der Reichen und Mächtigen bleiben“, so Zsifkovics. Viele würden Kroatien heute als „Land ohne Hoffnung“ wahrnehmen, als Land „voller Menschen, die von Lethargie und Verzweiflung übermannt sind, mit enttäuschten Veteranen und jungen Menschen, die ihre Zukunft überall sehen, nur nicht in der Heimat“. In dieser Situation sende die Erinnerung an die kroatischen Märtyrer eine Botschaft, die von einer „aufrichtigen und unerschütterlichen Kirche“ zeugt.

    Zagreb (DT/KAP) Die katholische Kirche muss trotz Kritik an ihren Positionen zu Themen wie Abtreibung, „Homo-Ehe“ oder Bioethik festhalten: Das hat der Eisenstädter Bischof Ägidius Zsifkovics bei einem Gottesdienst zum kroatischen Märtyrertag in der Stadt Udbina bei Rijeka betont. Nenne die Kirche „Dinge beim Namen“ und trete etwa dagegen auf, dass sich der Mensch in der Genforschung zum Schöpfer aufspiele, werde sie als „rückständig“, „konservativ“ und „Hindernis auf dem Weg in die Zukunft“ kritisiert, erklärte Zsifkovics laut der kroatischen katholischen Nachrichtenagentur IKA in seiner Predigt am 25. August. Wolle die Kirche ihrer Mission treu bleiben, dürfe sie dennoch nicht schweigen, so der Bischof: „Sie muss wie ein Prophet auf der Seite der Wahrheit stehen, unabhängig vom Preis, den sie dafür zu zahlen hat.“ Gerade in Kroatien müsse die katholische Kirche heute eine „Stimme der Hoffnung“ sein, appellierte Zsifkovics, der selbst Burgenlandkroate ist. So wie er Angst um die Zukunft eines Europa habe, in dessen Verfassung die namentliche Erwähnung Gottes nicht erlaubt ist, würde er sich auch um ein Kroatien sorgen, „in dessen Grundfesten die christlichen Werte nicht mehr enthalten sind“, sagte der Bischof. Angesichts dieser Entwicklungen sei es Aufgabe der Kirche „eine prophetische Stimme“ zu sein, „die dieser Nation unermüdlich verkündet, dass Gott sie nicht getäuscht, verlassen oder vergessen hat“. Kroatien werde heute erniedrigt „wie ein Bettler, der kriechend an die Tür der alten Dame Europa klopft“. Das 1991 unabhängig gewordene Land opfere dabei viele Dinge von Wert und Reichtum für jene „Brotkrümel, die auf den Tischen der Reichen und Mächtigen bleiben“, so Zsifkovics. Viele würden Kroatien heute als „Land ohne Hoffnung“ wahrnehmen, als Land „voller Menschen, die von Lethargie und Verzweiflung übermannt sind, mit enttäuschten Veteranen und jungen Menschen, die ihre Zukunft überall sehen, nur nicht in der Heimat“. In dieser Situation sende die Erinnerung an die kroatischen Märtyrer eine Botschaft, die von einer „aufrichtigen und unerschütterlichen Kirche“ zeugt.