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    Katholikentag 2014 in Regensburg?

    Regensburg/München/Bonn (DT/KNA) Der 99. Katholikentag 2014 soll in Regensburg stattfinden. Diözesanbischof Gerhard Ludwig Müller lud das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) am Wochenende dazu ein. ZdK-Präsident Alois Glück sagte nach einem Gespräch mit dem Bischof, er werde das Vorhaben an die zuständigen Gremien weiterleiten. Nach den Statuten des ZdK berät und beschließt die Vollversammlung über Ort und Zeit eines Katholikentags. Es wäre der erste Katholikentag in Bayern seit 30 Jahren. 1904 fand das Treffen bereits einmal in Regensburg statt. Vor einigen Jahren hatte es zwischen dem ZdK und Müller erhebliche Spannungen gegeben. Der Bischof lud jetzt die deutschen Katholiken ein, gemeinsam ein Fest des Glaubens zu feiern und sich für die Erneuerung in Christus bereitzumachen. Der ZdK-Präsident würdigte die Einladung als „Ausdruck der Wertschätzung der gewachsenen Tradition und des Selbstverständnisses der Deutschen Katholikentage“. Das Bistum Regensburg und seine mitgliederstarken Verbände, in denen sich mehr als 250 000 Katholiken engagierten, seien „kraftvolle Partner und Gastgeber“.

    Die malerische Donaustadt Regensburg könnte Schauplatz tiefgreifender binnenkirchlicher Debatten werden. Foto: dpa

    Regensburg/München/Bonn (DT/KNA) Der 99. Katholikentag 2014 soll in Regensburg stattfinden. Diözesanbischof Gerhard Ludwig Müller lud das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) am Wochenende dazu ein. ZdK-Präsident Alois Glück sagte nach einem Gespräch mit dem Bischof, er werde das Vorhaben an die zuständigen Gremien weiterleiten. Nach den Statuten des ZdK berät und beschließt die Vollversammlung über Ort und Zeit eines Katholikentags. Es wäre der erste Katholikentag in Bayern seit 30 Jahren. 1904 fand das Treffen bereits einmal in Regensburg statt. Vor einigen Jahren hatte es zwischen dem ZdK und Müller erhebliche Spannungen gegeben. Der Bischof lud jetzt die deutschen Katholiken ein, gemeinsam ein Fest des Glaubens zu feiern und sich für die Erneuerung in Christus bereitzumachen. Der ZdK-Präsident würdigte die Einladung als „Ausdruck der Wertschätzung der gewachsenen Tradition und des Selbstverständnisses der Deutschen Katholikentage“. Das Bistum Regensburg und seine mitgliederstarken Verbände, in denen sich mehr als 250 000 Katholiken engagierten, seien „kraftvolle Partner und Gastgeber“.

    Der Vorsitzende des Landeskomitees der Katholiken in Bayern, Albert Schmid, dankte Bischof Müller für sein Angebot. Mit Regensburg könnte nach 30 Jahren, die seit dem Münchner Katholikentag von 1984 vergangen seien, erstmals wieder ein Katholikentag auf bayerischem Boden stattfinden, sagte Schmid am Montag in München. Mit der Einladung in die historische Reichsstadt sei gewährleistet, dass die Tradition der Katholikentage in Deutschland fortgesetzt werden könne, betonte Schmid. Das Landeskomitee stelle sich gerne als Kooperationspartner für das Treffen 2014 zur Verfügung. Mit der Freude über die Einladung nach Regensburg verbindet Schmid auch die „Hoffnung, dass auf diese Weise die Erfahrungen des süddeutschen Katholizismus noch besser in den laufenden Gesprächsprozess mit der Deutschen Bischofskonferenz eingebracht werden können“.

    Der Katholikentag 2014 gehört zum bundesweiten Dialogprozess zur Zukunft der Kirche in Deutschland, den die Bischöfe unter dem Motto „Im Heute glauben – wo stehen wir?“ in dieser Woche einläuten. Nach Angaben der Deutschen Bischofskonferenz nehmen an der offiziellen Auftaktveranstaltung in Mannheim am 8. und 9. Juli mehr als 300 Vertreter des kirchlichen Lebens teil. Dazu gehören neben rund dreißig Bischöfen unter anderen Ordensleute, Theologieprofessoren sowie Mitglieder des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK).

    Die Veranstaltung ist den Angaben zufolge in vier Arbeitseinheiten unterteilt. Diese hätten zum Ziel, Stärken und Schwächen der Kirche zu benennen, Möglichkeiten der Weitergabe von Glaubensinhalten aufzuzeigen und zu erörtern, wo es einen Bedarf an Reformen gibt. Eingebettet ist das Treffen in einen geistlichen Rahmen mit Andachten und einem Abschlussgottesdienst. Die Gespräche in Mannheim sollten in einer „offenen und vertrauensvollen Atmosphäre“ erfolgen, hieß es weiter. Es gehe um „eine vertiefte Klärung und Vergewisserung des Zeugnisses der Kirche in der Welt und ihrer Sendung zu den Menschen“. Die von den Bischöfen eingeladenen Teilnehmer repräsentierten dabei „die vielstimmige Bandbreite der katholischen Kirche in Deutschland“. Der Bischofskonferenz-Vorsitzende, Erzbischof Robert Zollitsch, hatte im vergangenen Jahr einen Dialog zur Zukunft der Kirche angestoßen. Ein Grund war der durch die Missbrauchskrise entstandene Vertrauensverlust in der deutschen Öffentlichkeit. Bei ihrer Frühjahrsvollversammlung verständigten sich die Bischöfe im März auf einen zeitlichen und inhaltlichen Rahmen für die Gespräche. Demnach soll es bis zum Jahr 2015 eine Reihe kirchlicher Kongresse und Konferenzen geben, die sich mit Glauben und Kirche in der modernen Gesellschaft befassen.

    Darüber hinaus wollen die Bischöfe mehrere Großveranstaltungen in den Dialogprozess einbeziehen: den Papstbesuch im September, einen nationalen Eucharistischen Kongress in Köln im Jahr 2013 sowie die beiden Katholikentage 2012 und 2014.