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    Kanonist kritisiert Amoris laetitia

    Berlin/Alambama (kks) Der amerikanische Kirchenrechtler Gerald Murray hat das „Irrtümer enthaltende“ 8. Kapitel des nachsynodalen apostolischen Schreibens Amoris laetitia (AL) kritisiert. Dem katholischen Fernsehsender EWTN sagte Murray kürzlich, der Priester der Erzdiözese New York ist, er hoffe, dass es vom Papst zurückgenommen werde. Zudem forderte er die Zurücknahme der Interpretation von AL der argentinischen Bischöfe der Seelsorgeregion Buenos Aires. Er nannte sie einen „Umsturz der moralischen Ordnung“. In dem am 11. Januar gesendeten Interview sagte Murray: „Die katholische Lehre über die Natur der Ehe und die Unauflöslichkeit der Ehe, über das intrinsische Übel des Ehebruchs – das kann sich nicht ändern.“ Die argentinischen Bischöfe hätten eine Interpretation von AL geliefert, die – wie er und so viele andere meinten – der eindeutig verkündeten Lehre aller vorangegangenen Päpste widerspreche. Dies sei jedoch kein Angriff auf Papst Franziskus. In der Kirche sei eine Krise dadurch ausgelöst worden, dass die argentinischen Bischöfe sagten, es sei in manchen Fällen unvermeidbar, Ehebruch zu begehen, wodurch eine gänzlich widersprüchliche Vorstellung in die katholische Theologie eingeführt wurde, die dem Glauben vollkommen fremd sei: dass jemand nicht in der Lage sei, ein Gebot einzuhalten und man nicht wirklich schuldig sei, wenn man Ehebruch beginge. Zudem diskutierten Murray und Arroyo die Konsequenzen der in AL enthaltenen Theologie. Denn „die Rechtfertigung der Todsünde des Ehebruchs“ werde von Theologen und sogar Bischöfen auch auf andere Todsünden angewandt, wie kürzlich im Falle eines deutschen Bischofs, der die Diskussion von Segnungen homosexueller Verbindungen für möglich halte. „Kein Priester“, betonte Murray, „kann der katholischen Lehre widersprechen und sie damit verändern.“ Anderenfalls errege dies Anstoß bei den Gläubigen, schwäche den Glauben und fordere dazu auf zu sündigen.

    Berlin/Alambama (kks) Der amerikanische Kirchenrechtler Gerald Murray hat das „Irrtümer enthaltende“ 8. Kapitel des nachsynodalen apostolischen Schreibens Amoris laetitia (AL) kritisiert. Dem katholischen Fernsehsender EWTN sagte Murray kürzlich, der Priester der Erzdiözese New York ist, er hoffe, dass es vom Papst zurückgenommen werde. Zudem forderte er die Zurücknahme der Interpretation von AL der argentinischen Bischöfe der Seelsorgeregion Buenos Aires. Er nannte sie einen „Umsturz der moralischen Ordnung“. In dem am 11. Januar gesendeten Interview sagte Murray: „Die katholische Lehre über die Natur der Ehe und die Unauflöslichkeit der Ehe, über das intrinsische Übel des Ehebruchs – das kann sich nicht ändern.“ Die argentinischen Bischöfe hätten eine Interpretation von AL geliefert, die – wie er und so viele andere meinten – der eindeutig verkündeten Lehre aller vorangegangenen Päpste widerspreche. Dies sei jedoch kein Angriff auf Papst Franziskus. In der Kirche sei eine Krise dadurch ausgelöst worden, dass die argentinischen Bischöfe sagten, es sei in manchen Fällen unvermeidbar, Ehebruch zu begehen, wodurch eine gänzlich widersprüchliche Vorstellung in die katholische Theologie eingeführt wurde, die dem Glauben vollkommen fremd sei: dass jemand nicht in der Lage sei, ein Gebot einzuhalten und man nicht wirklich schuldig sei, wenn man Ehebruch beginge. Zudem diskutierten Murray und Arroyo die Konsequenzen der in AL enthaltenen Theologie. Denn „die Rechtfertigung der Todsünde des Ehebruchs“ werde von Theologen und sogar Bischöfen auch auf andere Todsünden angewandt, wie kürzlich im Falle eines deutschen Bischofs, der die Diskussion von Segnungen homosexueller Verbindungen für möglich halte. „Kein Priester“, betonte Murray, „kann der katholischen Lehre widersprechen und sie damit verändern.“ Anderenfalls errege dies Anstoß bei den Gläubigen, schwäche den Glauben und fordere dazu auf zu sündigen.

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