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    Kärnten feiert seine Landespatronin

    Klagenfurt (sb) Mit einem vielfältigen Programm begeht die Kirche in Kärnten in diesem Jahr das Jubiläum der Heiligsprechung der Landespatronin Hemma von Gurk. Die „Landesmutter und Schutzfrau von Kärnten“ wurde vor genau 75 Jahren, am 5. Januar 1938, von Papst Pius XI. heiliggesprochen. Der Stiftspfarrer von Gurk, dem historischen Sitz der Kärntner Diözese, Gerhard Christoph Kalidz, zelebriert an diesem Samstag einen Festgottesdienst im Gurker Dom, der den Auftakt zum Hemma-Jubiläumsjahr bildet. In einer Sondersendung von „Radio Kärnten“ unter dem Motto „Hemma: Eine Heilige“ werden Diözesanbischof Alois Schwarz und die Historikerin Christine Tropper über die Bedeutung Hemmas für Diözese und Land sprechen.

    Klagenfurt (sb) Mit einem vielfältigen Programm begeht die Kirche in Kärnten in diesem Jahr das Jubiläum der Heiligsprechung der Landespatronin Hemma von Gurk. Die „Landesmutter und Schutzfrau von Kärnten“ wurde vor genau 75 Jahren, am 5. Januar 1938, von Papst Pius XI. heiliggesprochen. Der Stiftspfarrer von Gurk, dem historischen Sitz der Kärntner Diözese, Gerhard Christoph Kalidz, zelebriert an diesem Samstag einen Festgottesdienst im Gurker Dom, der den Auftakt zum Hemma-Jubiläumsjahr bildet. In einer Sondersendung von „Radio Kärnten“ unter dem Motto „Hemma: Eine Heilige“ werden Diözesanbischof Alois Schwarz und die Historikerin Christine Tropper über die Bedeutung Hemmas für Diözese und Land sprechen.

    Unter dem Leitwort „Hemma, eine Heilige – gläubig, sozial, grenzüberschreitend“ werden in der Diözese Gurk-Klagenfurt zahlreiche Ausstellungen und Veranstaltungen stattfinden. Höhepunkte sind eine geistliche Novene als Einstimmung auf den „Hemmatag“ am 27. Juni, ein Fernsehgottesdienst mit Bischof Schwarz, die Eröffnung des Diözesanmuseums „Schatzkammer Gurk“, das im Juni von Klagenfurt in den Propsteihof des Gurker Domes übersiedeln und rund 300 Exponate beherbergen wird, sowie ein vom Schriftsteller Franzobel im Auftrag der Kirche verfasstes „Hemmaspiel“, das in den Domen zu Gurk und Klagenfurt aufgeführt werden wird. Für Volksschulen wurde ein „Mitspieltheater“ über die heilige Hemma entwickelt.

    Die zwischen 995 und 1000 geborene und im Jahr 1045 gestorbene Hemma von Gurk war mit Kaiser Heinrich II., aber auch mit bayerischen, fränkischen und slawischen Adelshäusern verwandt. Einen Großteil ihrer üppigen Erbschaft verwendete sie zur Stiftung von zwei Klöstern, des Frauenstiftes in Gurk und des steirischen Benediktinerstiftes Admont, sowie zur Gründung zahlreicher Pfarrkirchen. Lange vor ihrer offiziellen Heiligsprechung 1938 wurde Hemma vom gläubigen Volk als Heilige verehrt. Bischof Alois Schwarz nannte die Kärntner Landespatronin eine „herausragende Persönlichkeit, die bis heute wegweisend dieses Land prägt“ und den Menschen Orientierung gebe. Seelsorgeamtsdirektor Josef Marketz hofft, dass das Jubiläumsjahr Hemmas im „Jahr des Glaubens“ einen „neuen Frühling in unserer Kirche einläuten kann“. Weil die Heilige aus mehreren Ethnien stammt und nicht nur von der deutschsprachigen, sondern auch von der slowenischen Volksgruppe Kärntens verehrt wird, erwartet Marketz, dass das Jubiläumsjahr dazu beiträgt, „das Zusammenleben der beiden Volksgruppen sowie das Miteinander im Land zu stärken“.