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    Jahr des geweihten Lebens

    Pater Bernhard A.

    Jahr des geweihten Lebens

    Pater Bernhard A. Eckerstorfer OSB, (Foto: Archiv) geboren 1971, ist Novizenmeister im Benediktinerstift Kremsmünster in Oberösterreich.

    Ein Leben nach den evangelischen Räten steht für ....

    die Priorität Gottes, die aber gerade auch bei Ordensleuten droht, mitunter verdunkelt und kompromittiert zu werden.

    In der Heiligen Schrift finde ich ...

    täglich geistliche Nahrung.

    Am Ordensleben fasziniert mich ...

    das regelmäßige Leben in Gemeinschaft und die immer neue Aneignung der geistlichen Tradition (für mich besonders die Mönchsväter).

    Unser Gründer hat überzeugend vorgelebt, ....

    dass in Zeiten kultureller Umbrüche die eigene „Beständigkeit unter den Augen Gottes“ (Benedikt) eine neue Zivilisation schaffen kann – also durch den Rückzug ein geistliches Zentrum entsteht.

    Der Kirche dienen ...

    sollte für uns Ordensleute selbstverständlich sein, denn die Kirche ist mystischer Leib Christi, pilgerndes Gottesvolk – und nicht nur eine innerweltliche Vereinigung.

    Freiheit bedeutet in einer Ordensgemeinschaft,

    dass Gott in allem den ersten Platz einnehmen soll und ich zu diesem Zweck das irdische Leben „reduzieren“ und damit auf das Mysterium konzentrieren darf.

    Kleiner werdende Kommunitäten ...

    sind ein Zeichen der Zeit, das wir nicht nur bejammern, sondern auch religiös fruchtbar machen sollten.

    Ein Vorurteil über Ordensleute, das abgebaut werden sollte,

    ist, dass wir (aus gläubiger Sicht) automatisch besser wären oder aber (aus säkularer Sicht) durch unsere Lebensform verschrobene Käuze würden.

    Der Ordensberuf hat Zukunft, ...

    weil Gott Einzelne in diese Lebensform ruft, die ihre Wurzeln im Leben Jesu und Selbstverständnis der frühen Kirche hat.

    Das „Jahr des geweihten Lebens“ wird ein Segen, ...

    wenn wir es nicht als Strategie zur Selbsterhaltung gewachsener Ordensstrukturen verstehen, sondern als Ruf zur neuen Hingabe an Gott und die Menschen.