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    Israels Botschafter: Freude über Papstpublikation

    Vatikanstadt (DT/KAP) Israels Botschafter beim Heiligen Stuhl, Mordechai Levy, hat die nachdrückliche Zurückweisung einer Kollektivschuld der Juden am Tod Jesu im neuen Buch des Papstes begrüßt. „Wir haben uns sehr darüber gefreut und es fast bejubelt, weil das jetzt in einem Kontext ausgesprochen ist, der nicht in einem abseits stehenden doktrinären Beschluss niedergelegt worden ist“, erklärte Levy am Freitag im Interview mit „Radio Vatikan“. Am Donnerstag war der zweite Band des Jesusbuches von Papst Benedikt XVI. offiziell im Vatikan vorgestellt worden; er behandelt Tod und Auferstehung Jesu. Schon das Zweite Vatikanische Konzil hatte in der Erklärung „Nostra aetate“ die Behauptung einer Kollektivschuld der Juden am Tod Jesu zurückgewiesen. Levy unterstrich aber, das Buch des Papstes verdeutliche diese Position zum wiederholten Male als eine persönliche Überzeugung und wirke wie ein „Megaphon“. Auch die Äußerungen des Papstes zur Judenmission wertete der israelische Botschafter positiv. „Das ist das Äußerste, was man von der Kirche erwarten kann, ohne dass sie sich selbst verleugnet.“ In seinem Buch zitiert Benedikt XVI. zustimmend die Theologin Hildegard Brem mit den Worten: „Die Kirche muss sich nicht um die Bekehrung der Juden bemühen, da der von Gott dafür festgesetzte Zeitpunkt (...) abgewartet werden muss“. Damit könne man sich von der Sache her begnügen. Mit dem Buch des Papstes sollte die Polemik in dieser Frage, die zuletzt vor zwei Jahren in der Debatte um die Karfreitagsfürbitte ihren Höhepunkt erreichte, beendet werden, forderte Levy.

    Vatikanstadt (DT/KAP) Israels Botschafter beim Heiligen Stuhl, Mordechai Levy, hat die nachdrückliche Zurückweisung einer Kollektivschuld der Juden am Tod Jesu im neuen Buch des Papstes begrüßt. „Wir haben uns sehr darüber gefreut und es fast bejubelt, weil das jetzt in einem Kontext ausgesprochen ist, der nicht in einem abseits stehenden doktrinären Beschluss niedergelegt worden ist“, erklärte Levy am Freitag im Interview mit „Radio Vatikan“. Am Donnerstag war der zweite Band des Jesusbuches von Papst Benedikt XVI. offiziell im Vatikan vorgestellt worden; er behandelt Tod und Auferstehung Jesu. Schon das Zweite Vatikanische Konzil hatte in der Erklärung „Nostra aetate“ die Behauptung einer Kollektivschuld der Juden am Tod Jesu zurückgewiesen. Levy unterstrich aber, das Buch des Papstes verdeutliche diese Position zum wiederholten Male als eine persönliche Überzeugung und wirke wie ein „Megaphon“. Auch die Äußerungen des Papstes zur Judenmission wertete der israelische Botschafter positiv. „Das ist das Äußerste, was man von der Kirche erwarten kann, ohne dass sie sich selbst verleugnet.“ In seinem Buch zitiert Benedikt XVI. zustimmend die Theologin Hildegard Brem mit den Worten: „Die Kirche muss sich nicht um die Bekehrung der Juden bemühen, da der von Gott dafür festgesetzte Zeitpunkt (...) abgewartet werden muss“. Damit könne man sich von der Sache her begnügen. Mit dem Buch des Papstes sollte die Polemik in dieser Frage, die zuletzt vor zwei Jahren in der Debatte um die Karfreitagsfürbitte ihren Höhepunkt erreichte, beendet werden, forderte Levy.