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    Irische Orden entschuldigen sich erstmals geschlossen

    Dublin (KNA) Die achtzehn in den Missbrauchsskandal in Irland verwickelten katholischen Ordensgemeinschaften haben sich erstmals geschlossen bei den Opfern entschuldigt. „Kinder wurden missbraucht, man hat ihnen nicht zugehört, und wir schämen uns, dass viele von uns sie im Stich gelassen haben“, hieß es in einer am Freitagabend veröffentlichten Stellungnahme. Bei einem Treffen in Dublin hatten sich die Orden zuvor geeinigt, ihr weiteres Vorgehen zur Wiedergutmachung mit Premierminister Brian Cowen und der irischen Regierung zu koordinieren, wie die Tageszeitung „The Irish Times“ (Samstag) berichtete. Laut einem am Mittwoch vor einer Woche veröffentlichten Bericht einer unabhängigen Untersuchungskommission sind mehr als 2 000 Kinder in Irland über Jahre in kirchlichen Erziehungseinrichtungen misshandelt, geschlagen und sexuell missbraucht worden. Die irische Labour-Partei hat die Orden derweil aufgerufen, ihre Schulen an den Staat zu übergeben, berichtete die Zeitung weiter. Damit könne ein Teil der Wiedergutmachungen finanziert werden, da die Kirche wahrscheinlich nicht über ausreichend Finanzmittel verfüge, hieß es. Laut Angaben des erziehungspolitischen Sprechers der Partei, Ruairi Quinn, befinden sich bis zu tausend Grundschulen im Besitz der Orden. Schon im Jahr 2002 waren einige Schulen als Teil der Schadenersatzleistungen in staatliche Trägerschaft übergegangen. Der Missbrauchsskandal biete eine gute Gelegenheit, ein schlechtes Erziehungssystem zu reformieren, argumentierte Quinn.

    Dublin (KNA) Die achtzehn in den Missbrauchsskandal in Irland verwickelten katholischen Ordensgemeinschaften haben sich erstmals geschlossen bei den Opfern entschuldigt. „Kinder wurden missbraucht, man hat ihnen nicht zugehört, und wir schämen uns, dass viele von uns sie im Stich gelassen haben“, hieß es in einer am Freitagabend veröffentlichten Stellungnahme. Bei einem Treffen in Dublin hatten sich die Orden zuvor geeinigt, ihr weiteres Vorgehen zur Wiedergutmachung mit Premierminister Brian Cowen und der irischen Regierung zu koordinieren, wie die Tageszeitung „The Irish Times“ (Samstag) berichtete. Laut einem am Mittwoch vor einer Woche veröffentlichten Bericht einer unabhängigen Untersuchungskommission sind mehr als 2 000 Kinder in Irland über Jahre in kirchlichen Erziehungseinrichtungen misshandelt, geschlagen und sexuell missbraucht worden. Die irische Labour-Partei hat die Orden derweil aufgerufen, ihre Schulen an den Staat zu übergeben, berichtete die Zeitung weiter. Damit könne ein Teil der Wiedergutmachungen finanziert werden, da die Kirche wahrscheinlich nicht über ausreichend Finanzmittel verfüge, hieß es. Laut Angaben des erziehungspolitischen Sprechers der Partei, Ruairi Quinn, befinden sich bis zu tausend Grundschulen im Besitz der Orden. Schon im Jahr 2002 waren einige Schulen als Teil der Schadenersatzleistungen in staatliche Trägerschaft übergegangen. Der Missbrauchsskandal biete eine gute Gelegenheit, ein schlechtes Erziehungssystem zu reformieren, argumentierte Quinn.