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    Irak: Katholische Kirche ruft zu friedlichen Wahlen auf

    Rom (DT/KNA) Die katholische Kirchenführung im Irak hat zu einem friedlichen Verlauf der Wahlen am Sonntag aufgerufen. Patriarch Emmanuel III. Delly sagte dem bischöflichen italienischen Pressedienst SIR, er bete darum, dass sich alles ohne Gewalt und in der vorgesehenen Ordnung abspiele. Patriarchalvikar Shlemon Warduni appellierte an die Christen, von ihrem Stimmrecht Gebrauch zu machen und Kandidaten zu wählen, die sich für das Gemeinwohl einsetzten. Im Irak müssten wieder Menschenrechte und Religionsfreiheit herrschen, sagte Warduni laut dem römischen Pressedienst Fides am Donnerstag. Bei den Parlamentswahlen am Sonntag bewerben sich über 6 000 Kandidaten um 325 Mandate. Fünf Sitze im Abgeordnetenhaus sind für Christen reserviert. Seit dem Sturz des Saddam-Regimes sind nach Angaben des vatikanischen Missionspressedienstes Fides im Irak rund 2 000 Christen bei Attentaten ums Leben gekommen. Im gleichen Zeitraum habe die Hälfte der damals 1,2 Millionen zählenden christlichen Bevölkerung das Land verlassen, meldete Fides mit Bezug auf örtliche Kirchenstatistiken am Donnerstag. Von den verbliebenen 600 000 lebten viele als Binnenflüchtlinge. Aus Mossul seien allein zwischen dem 27. Februar und dem 1. März dieses Jahres 870 christliche Familien mit insgesamt 4 400 Personen wegen der anhaltenden Gewalt geflohen. Im Oktober 2008 trieb laut den Angaben eine Anschlagswelle in Mossul 12 000 Christen in die Flucht.

    Rom (DT/KNA) Die katholische Kirchenführung im Irak hat zu einem friedlichen Verlauf der Wahlen am Sonntag aufgerufen. Patriarch Emmanuel III. Delly sagte dem bischöflichen italienischen Pressedienst SIR, er bete darum, dass sich alles ohne Gewalt und in der vorgesehenen Ordnung abspiele. Patriarchalvikar Shlemon Warduni appellierte an die Christen, von ihrem Stimmrecht Gebrauch zu machen und Kandidaten zu wählen, die sich für das Gemeinwohl einsetzten. Im Irak müssten wieder Menschenrechte und Religionsfreiheit herrschen, sagte Warduni laut dem römischen Pressedienst Fides am Donnerstag. Bei den Parlamentswahlen am Sonntag bewerben sich über 6 000 Kandidaten um 325 Mandate. Fünf Sitze im Abgeordnetenhaus sind für Christen reserviert. Seit dem Sturz des Saddam-Regimes sind nach Angaben des vatikanischen Missionspressedienstes Fides im Irak rund 2 000 Christen bei Attentaten ums Leben gekommen. Im gleichen Zeitraum habe die Hälfte der damals 1,2 Millionen zählenden christlichen Bevölkerung das Land verlassen, meldete Fides mit Bezug auf örtliche Kirchenstatistiken am Donnerstag. Von den verbliebenen 600 000 lebten viele als Binnenflüchtlinge. Aus Mossul seien allein zwischen dem 27. Februar und dem 1. März dieses Jahres 870 christliche Familien mit insgesamt 4 400 Personen wegen der anhaltenden Gewalt geflohen. Im Oktober 2008 trieb laut den Angaben eine Anschlagswelle in Mossul 12 000 Christen in die Flucht.