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    Ipolt hofft auf Heiligenkreuz

    Neuzelle/Heiligenkreuz (DT/KNA) Im brandenburgischen Kloster Neuzelle könnten bald wieder Mönche leben. Die niederösterreichische Zisterzienserabtei Stift Heiligenkreuz prüft derzeit die Möglichkeiten einer Wiederbesiedelung, wie die Abtei kürzlich auf ihrer Webseite bekannt gab. Demnach beauftragte Abt Maximilian Heim vier Heiligenkreuzer Mönche, eine Neugründung des traditionsreichen Klosters bei Frankfurt/Oder zu prüfen. Die Pfarrgemeinde von Neuzelle bestätigte auf Anfrage, dass die Ordensmänner bereits zu Gast sind. Nach über 500-jährigem Bestehen hatte Preußen das Kloster mit seinen Ländereien im Jahr 1817 verstaatlicht.

    Neuzelle/Heiligenkreuz (DT/KNA) Im brandenburgischen Kloster Neuzelle könnten bald wieder Mönche leben. Die niederösterreichische Zisterzienserabtei Stift Heiligenkreuz prüft derzeit die Möglichkeiten einer Wiederbesiedelung, wie die Abtei kürzlich auf ihrer Webseite bekannt gab. Demnach beauftragte Abt Maximilian Heim vier Heiligenkreuzer Mönche, eine Neugründung des traditionsreichen Klosters bei Frankfurt/Oder zu prüfen. Die Pfarrgemeinde von Neuzelle bestätigte auf Anfrage, dass die Ordensmänner bereits zu Gast sind. Nach über 500-jährigem Bestehen hatte Preußen das Kloster mit seinen Ländereien im Jahr 1817 verstaatlicht.

    Der Görlitzer Bischof Ipolt bestätigte auf Anfrage des Online-Portals „katholisch.de“ seine Einladung an die Zisterzienser von Heiligenkreuz, eine Wiederbesiedelung zu prüfen. Er betonte zugleich, dass die Entscheidung darüber erst im Herbst fallen werde. Ipolt kündigte an, Ende Oktober nach Heiligenkreuz zu reisen und dort mit dem Konvent über ein solches Projekt zu beraten. „Ich würde mich sehr darüber freuen, wenn es gelingen würde. Ich will der Gemeinschaft aber nicht zuvorkommen. Das müssen die Zisterzienser von Heiligenkreuz selbst entscheiden“, so der Bischof des Bistums Görlitz. Auf seiner Webseite erklärte das Kloster zu den Überlegungen: „Wenn, dann soll das ein ordentliches Kloster werden, wo Mönche leben, beten, Choral singen, Gästebetreuung und viel Jugendseelsorge machen können.“ Dem Konvent gehören derzeit über 90 Mönche an.

    Die weitgehend erhaltene historische Anlage von Neuzelle ist das nördlichste Beispiel süddeutschen und böhmischen Barocks in Europa. Bekannt ist Neuzelle vor allem für die aus dem 18. Jahrhundert stammenden Neuzeller Passionsdarstellungen vom Heiligen Grab, die in einem neuen Museum präsentiert werden. Auch nach der Auflösung des Klosters gibt es in Neuzelle eine katholische Pfarrei. Überdies ist Neuzelle regelmäßig Ziel von Bistumswallfahrten der Diözese Görlitz mit mehreren tausend Teilnehmern.

    kna