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    Im Fokus: Die Seligsprechung

    Denn Erlösung hat der Herr seinem Volke gebracht. Immer wieder bringt uns die Kirche diesen Gedanken zum Bewusstsein, damit wir ihn immer tiefer erfassen. So werden wir unseres Lebens immer froher trotz aller Leiden, die die Welt uns bereitet. Ihr dürft sicher sein, dass ich mich darum alter Frische und Gesundheit erfreue, leiblich als auch geistig.

    Gedanken Alojs Andritzis zur Erlösung:

    Denn Erlösung hat der Herr seinem Volke gebracht. Immer wieder bringt uns die Kirche diesen Gedanken zum Bewusstsein, damit wir ihn immer tiefer erfassen. So werden wir unseres Lebens immer froher trotz aller Leiden, die die Welt uns bereitet. Ihr dürft sicher sein, dass ich mich darum alter Frische und Gesundheit erfreue, leiblich als auch geistig. Trotzdem bin ich mir meiner Lage bewusst und empfinde es immer wieder neu, was es heißt, von allen getrennt in Haft zu leben, ein jeder fühlt es so und im Austausch der Gedanken kommt das immer deutlich zum Ausdruck. Das muss aber wohl so sein, sonst würde man die Wirklichkeit nicht sehen und dementsprechend den inneren Wandel nicht vollziehen. Die Wiedergeburt muss aber stattfinden, sonst ist das Leben vergeblich. Aber noch eine kleine Weile, dann wird sich unser Herz freuen ob dieser Neugeburt. Der Herr will uns ja ewige Freude geben. Alleluja! Am Weißen Sonntag gedachte ich besonders unserer 1. Kommunionkinder und Firmlinge.

    (Auszug aus dem Brief vom 18. April 1942 an Propst Wilhelm Beier in Dresden)

    Zum Fest Peter und Paul:

    Heute am Vorabend Peter und Paul, was für Vorbereitungen. Es klingt mir im Ohr das gewaltige „Tu es Petrus“, „Du bist der Fels“, es rauscht und wogt in mir voll der Klänge des Orchesters, der Orgel, der Stimmen des Chores und der Kapellknaben. Ich möchte schon dabei gewesen sein bei all den Feiern, die Ihr erleben durftet. Aber der Herr will, dass wir noch mehr wachsen und uns Ihm, dem Herrn des Alls, mehr noch hingeben, auf alles verzichten lernen, ganz entblößt von Hab und Gut, Ihm nur leben. Es erfüllt mich immer wohl aber mit ganz großer Freude – es ist eben menschlich – wenn ich höre, dass auch Ihr alle noch unser eingedenk seid inmitten der vielen Arbeit und Feierlichkeiten. Das Herz wird mir nicht schwer, der Mut wird mir nicht sinken, weiß ich mich doch ganz in der Hand Gottes! Und solange ich immer noch einige Minuten Gelegenheit habe, die heilige Schrift aus dem Messbuch oder Brevier betend zu betrachten, fühle ich mich geborgen und bin glücklich. Wie stärken doch wiederum die Petrusworte am heutigen fünften Sonntag nach Pfingsten unsere Haltung als Christen, ja speziell als Priester des Allerhöchsten, da wir Eiferer für das Gute sein wollen und allzeit sein sollen.

    (Auszug aus dem Brief vom 28. Juni 1942 an Propst Wilhelm Beier in Dresden)