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    Im Fokus: Der Priester

    Willigis Eckermann OSA aus der Diözese Hildesheim empfing 1958 die Priesterweihe. Seit 1954 ist er Augustiner und seit 2000 Professor i. R. für Dogmatik und Dogmengeschichte der Hochschule Vechta. Wesentliche Aufgabe des Priesters ist für ihn die Feier der heiligen Messe.

    Erfolg hat das Priesterjahr,

    wenn es die Weiheversprechen wieder präsent macht und zu ihrer Verwirklichung anspornt.

    Für die Nachfolge Christi als Ordensgeistlicher begeistert hat mich

    eine Anzahl von Geistlichen aus meinem Heimatdorf Rhumspringe.

    Ans Herz gewachsen ist mir der Satz unseres Ordensvaters Augustinus

    „Lebt nicht wie Sklaven unter dem Gesetz, sondern wie Freie unter der Gnade“ (Regel Kap. 8).

    Das Leben in einer Gemeinschaft bereichert

    durch brüderlichen Umgang, gegenseitige Hilfe, Gespräche und Korrektur.

    Gehorsam bedeutet

    das Befohlene gründlich zu bedenken, zu überlegen, ob es in die Ordenstradition und ins eigene Leben hineinpasst, und es dann auszuführen.

    Das Armutsgelübde befreit

    von übertriebener Sorge um die Altersabsicherung und das tägliche Brot.

    Die Zukunft unserer Gemeinschaft entscheidet sich

    am rücksichtsvollen Umgang vom Jung und Alt und der Offenheit für ihre Geschichte.

    Eine wesentliche Aufgabe, der sich Priester in Zukunft stellen müssen

    ist die Entwicklung einer stabilen Persönlichkeit und der Fähigkeiten zur Kooperation.

    Vorbildlicher „alter Christus“ ist,

    wer sich ihm anzugleichen sucht durch Hören auf das Wort der Heiligen Schrift und dessen Darstellung im Alltag.

    Dankbar bin ich dem Heiligen Vater

    für seine Standfestigkeit, seine Bereitschaft, auf die Fragen der Zeit einzugehen und sein Bemühen um die Person Jesu Christi in seinen Veröffentlichungen.