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    Im Fokus: Der Priester

    Pfarrer Robert Nandkisore wurde 1991 in Rom zum Priester geweiht. Seit Februar 2007 leitet der gebürtige Frankfurter den Pastoralen Raum Eltville im Bistum Limburg, zu dem die Pfarrgemeinden in Eltville, Erbach, Hattenheim und Kiedrich gehören. Dem Heiligen Vater ist er dankbar für die öffentliche Hervorhebung der Bedeutung priesterlicher Berufung.

    Der Gedanke an meine Priesterweihe

    erfüllt mich nach wie vor mit Freude und Zuversicht.

    Erfolg hat das Priesterjahr,

    wenn deutlich wird, dass der priesterliche Dienst unverzichtbar und als Geschenk des Herrn niemals „machbar“ ist.

    Vorbildlicher „alter Christus“ ist,

    wer deutlich macht, dass Er der Freund ist, an dessen Seite Leben gelingt.

    Die ordentliche Seelsorge wird in Zukunft

    leider immer weniger von Priestern getragen und geprägt.

    Marienverehrung ist

    ein unverzichtbarer Bestandteil zumindest der priesterlichen Spiritualität.

    Das Schöne am Zölibat

    ist der „Stachel im Fleisch“, die persönliche Christusbeziehung als Dreh- und Angelpunkt des gesamten priesterlichen Lebens und Wirkens zu erkennen.

    Der Teufel steckt

    in der Banalisierung der Liturgie als Event und der „Degradierung“ des Priesters als Verzierung gemeindlicher oder persönlicher Feste und Feiern.

    Kaplänen empfehle ich

    schon ganz am Anfang darauf zu achten, dass dem persönlichen Gebet, den regelmäßigen Exerzitien, dem regelmäßigen Gespräch mit dem geistlichen Begleiter und Beichtvater sowie dem mitbrüderlichen Austausch die oberste Priorität gilt.

    Dankbar bin ich dem Heiligen Vater für

    die öffentliche und ausdrückliche Betonung der Bedeutung der priesterlichen Berufung, obgleich ich wenig Hoffnung habe, dass dieser Impuls in der deutschen Kirche aufgenommen wird und fruchtbar sein kann.

    Im Alter

    hoffe ich, mit der gleichen Leidenschaft in Seiner Freundschaft beheimatet zu sein und mich von Ihm vertrauensvoll führen lassen kann.