• aktualisiert:

    Homosexueller Kandidat unterliegt bei Bischofswahl

    Schleswig (DT/KNA) Die evangelische Kirche bekommt nicht ihren ersten Bischof, der sich offen zu seiner Homosexualität bekennt. Der Hamburger Propst Horst Gorski (51) unterlag bei der Wahl am Wochenende in Schleswig seinem Gegenkandidaten Gerhard Ulrich (57) schon im ersten Wahlgang mit 56 zu 77 Stimmen. Die Synode der Nordelbischen Evangelisch-Lutherischen Kirche hat damit den bisherigen Propst des Kirchenkreises Angeln zum neuen Bischof für den Sprengel Schleswig und Holstein gewählt. Die Wahl war bundesweit auf Interesse gestoßen, nachdem konservative Kirchenkreise die Kandidatur Gorskis wegen dessen Homosexualität kritisiert hatten. Ulrich wird Nachfolger des Schleswiger Bischofs Hans Christian Knuth, der Ende September in den Ruhestand geht, und erster Bischof des neu formierten Sprengels Schleswig und Holstein. Die Diskussion um die Homosexualität Gorskis war nach Einschätzung der kirchenleitenden Gremien für die Wahl weitgehend ohne Bedeutung. Das Bischofskollegium und das Synodenpräsidium verwiesen darauf, dass beide Kandidaten den Synodalen seit Jahren aus der täglichen Arbeit bekannt seien. Auch künftig gelte innerhalb der Nordelbischen Kirche ein breiter Konsens, dass Homosexualität kein Hindernis für ein leitendes geistliches Amt sei. Der für eine zehnjährige Amtszeit gewählte Ulrich wird am 8. November im Schleswiger Dom in sein Bischofsamt eingeführt.

    Schleswig (DT/KNA) Die evangelische Kirche bekommt nicht ihren ersten Bischof, der sich offen zu seiner Homosexualität bekennt. Der Hamburger Propst Horst Gorski (51) unterlag bei der Wahl am Wochenende in Schleswig seinem Gegenkandidaten Gerhard Ulrich (57) schon im ersten Wahlgang mit 56 zu 77 Stimmen. Die Synode der Nordelbischen Evangelisch-Lutherischen Kirche hat damit den bisherigen Propst des Kirchenkreises Angeln zum neuen Bischof für den Sprengel Schleswig und Holstein gewählt. Die Wahl war bundesweit auf Interesse gestoßen, nachdem konservative Kirchenkreise die Kandidatur Gorskis wegen dessen Homosexualität kritisiert hatten. Ulrich wird Nachfolger des Schleswiger Bischofs Hans Christian Knuth, der Ende September in den Ruhestand geht, und erster Bischof des neu formierten Sprengels Schleswig und Holstein. Die Diskussion um die Homosexualität Gorskis war nach Einschätzung der kirchenleitenden Gremien für die Wahl weitgehend ohne Bedeutung. Das Bischofskollegium und das Synodenpräsidium verwiesen darauf, dass beide Kandidaten den Synodalen seit Jahren aus der täglichen Arbeit bekannt seien. Auch künftig gelte innerhalb der Nordelbischen Kirche ein breiter Konsens, dass Homosexualität kein Hindernis für ein leitendes geistliches Amt sei. Der für eine zehnjährige Amtszeit gewählte Ulrich wird am 8. November im Schleswiger Dom in sein Bischofsamt eingeführt.