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    Hirnforschung: Overbeck gegen pauschale Verbote

    Vatikanstadt (DT/KNA) Bischof Franz-Josef Overbeck hält angesichts der rasanten Entwicklung der Neurowissenschaften nichts von pauschalen Forschungsverboten. Vielmehr müsse die Kirche im Bereich der Hirnforschung „in einen ethisch qualifizierten Dialog“ mit Wissenschaftlern eintreten, sagte Overbeck, der Mitglied des Päpstlichen Kulturrats ist, am Freitag bei einem Redaktionsbesuch bei Radio Vatikan. Der Ruhrbischof fügte hinzu: „Wir können uns nur darauf einlassen, das kritisch zu begleiten, aber im besten Sinn des Wortes förderlich, weil wir eine verbietende Kraft nicht mehr besitzen und uns auch nicht einbilden sollten, sie weiterhin besitzen zu können.“ Die Kirche müsse in einen „sehr herausforderungsvollen“ und „hochspeziellen“ Dialog mit den jeweiligen Wissenschaften treten. Dafür brauche die Kirche „ganz viele Spezialisten, die gleichzeitig ein katholisches Bewusstsein haben und mit Gläubigkeit auch die richtigen Fragen zu formulieren wissen, für die ein Theologe unter heutigen fachspezifischen Bedingungen oft schlicht überfordert ist“. Diskutiert wird von bestimmten Neurowissenschaftlern derzeit etwa die Möglichkeit, das Gehirn eines Menschen zu Lebzeiten auf einen Computer „herunterzuladen“.

    Vatikanstadt (DT/KNA) Bischof Franz-Josef Overbeck hält angesichts der rasanten Entwicklung der Neurowissenschaften nichts von pauschalen Forschungsverboten. Vielmehr müsse die Kirche im Bereich der Hirnforschung „in einen ethisch qualifizierten Dialog“ mit Wissenschaftlern eintreten, sagte Overbeck, der Mitglied des Päpstlichen Kulturrats ist, am Freitag bei einem Redaktionsbesuch bei Radio Vatikan. Der Ruhrbischof fügte hinzu: „Wir können uns nur darauf einlassen, das kritisch zu begleiten, aber im besten Sinn des Wortes förderlich, weil wir eine verbietende Kraft nicht mehr besitzen und uns auch nicht einbilden sollten, sie weiterhin besitzen zu können.“ Die Kirche müsse in einen „sehr herausforderungsvollen“ und „hochspeziellen“ Dialog mit den jeweiligen Wissenschaften treten. Dafür brauche die Kirche „ganz viele Spezialisten, die gleichzeitig ein katholisches Bewusstsein haben und mit Gläubigkeit auch die richtigen Fragen zu formulieren wissen, für die ein Theologe unter heutigen fachspezifischen Bedingungen oft schlicht überfordert ist“. Diskutiert wird von bestimmten Neurowissenschaftlern derzeit etwa die Möglichkeit, das Gehirn eines Menschen zu Lebzeiten auf einen Computer „herunterzuladen“.

    kna