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    „Heroischer Zeuge des Evangeliums“

    Budapest (DT/KAP) In Esztergom ist der von den ungarischen Stalinisten ermordete Weihbischof Zoltan Lajos Meszlenyi (1892–1951) am Samstag seliggesprochen worden. Kardinal-Primas Peter Erdö würdigte Meszlenyi „als das erste ungarische Opfer des Stalinismus, das zur Ehre der Altäre erhoben wird“. Das Leben des Märtyrer-Bischofs Zoltan Meszlenyi sei das Beispiel des Zeugnisses „eines Menschen, der durch den Heiligen Geist gestärkt worden ist“. Bischof Meszlenyi sei deshalb ins Visier der Stalinisten geraten, weil sie erkennen mussten, dass er in keiner Weise zur Kollaboration bereit war, erinnerte Kardinal Erdö. Als Kardinal Jozsef Mindszenty (1892–1975) bereits im Kerker war, habe Meszlenyi die Verwaltung der Erzdiözese Esztergom übernommen, obwohl er wusste, dass das Regime schon den Vorsitzenden der Friedenspriesterbewegung für diese Aufgabe ausersehen hatte. Wörtlich sagte Kardinal Erdö: „Er hat sein Leben für die Kirche gegeben, für die Gemeinschaft zwischen der Kirche von Esztergom und der Weltkirche, dem Sitz des Petrus.“

    Budapest (DT/KAP) In Esztergom ist der von den ungarischen Stalinisten ermordete Weihbischof Zoltan Lajos Meszlenyi (1892–1951) am Samstag seliggesprochen worden. Kardinal-Primas Peter Erdö würdigte Meszlenyi „als das erste ungarische Opfer des Stalinismus, das zur Ehre der Altäre erhoben wird“. Das Leben des Märtyrer-Bischofs Zoltan Meszlenyi sei das Beispiel des Zeugnisses „eines Menschen, der durch den Heiligen Geist gestärkt worden ist“. Bischof Meszlenyi sei deshalb ins Visier der Stalinisten geraten, weil sie erkennen mussten, dass er in keiner Weise zur Kollaboration bereit war, erinnerte Kardinal Erdö. Als Kardinal Jozsef Mindszenty (1892–1975) bereits im Kerker war, habe Meszlenyi die Verwaltung der Erzdiözese Esztergom übernommen, obwohl er wusste, dass das Regime schon den Vorsitzenden der Friedenspriesterbewegung für diese Aufgabe ausersehen hatte. Wörtlich sagte Kardinal Erdö: „Er hat sein Leben für die Kirche gegeben, für die Gemeinschaft zwischen der Kirche von Esztergom und der Weltkirche, dem Sitz des Petrus.“

    Der ungarische Primas erinnerte zugleich daran, dass auch heute noch Menschen getötet werden, weil sie Christen sind; die Kirche sei bis heute Verdächtigungen, Unterstellungen, Fälschungen der Geschichte ausgesetzt, Gläubige und kirchliche Einrichtungen würden an den Rand gedrängt. Die an Christus Glaubenden müssten oft auch andere Prüfungen als körperliche Gewalt und Mord erdulden.

    Der Präfekt der vatikanischen Heiligsprechungskongregation, Erzbischof Angelo Amato, verlas die Seligsprechungserklärung und eine Botschaft Papst Benedikts XVI. Amato sagte, Meszlenyi sei ein „heroischer Zeuge des Evangeliums“ gewesen. Die Gestalt des ungarischen Bischofs lade dazu ein, „dem Evangelium des Lebens und der Wahrheit“ treu zu bleiben.

    Weihbischof Meszlenyi hatte nach der Verhaftung und dem weltweites Aufsehen erregenden stalinistischen Schauprozess gegen den damaligen Kardinal-Primas Mindszenty die Erzdiözese Esztergom verwaltet. Der Generalsekretär der Kommunistischen Partei Ungarns – und zugleich „Stalins bester Schüler“ – Matyas Rakosi betrachtete den Bischof daraufhin als „Feind der Volksmacht“. 1950 wurde Meszlenyi zu nächtlicher Stunde verhaftet und ohne Verfahren in das Arbeitslager Kistarcsa gebracht, wo er solange gefoltert wurde, bis er am 4. März 1951 starb. Das stalinistische Regime hielt seinen Tod drei Jahre geheim. Erst zwölf Jahre später durfte die sterbliche Hülle des Bischofs in einem nichtöffentlichen Begräbnis beigesetzt werden.