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    Glaubensfest in Köln

    Köln (reg/KNA) Die katholische Kirche in Deutschland plant ein Großtreffen in Köln im kommenden Jahr. Die Deutsche Bischofskonferenz und das Erzbistum Köln laden vom 5. bis 9. Juni zum sogenannten Eucharistischen Kongress ein, wie der Kölner Kardinal Joachim Meisner am Donnerstag vor Journalisten in Köln erläuterte. Veranstalter ist die Bischofskonferenz, Ausrichter das Erzbistum. Zu dem Programm mit Gottesdiensten, Glaubensgesprächen, Gebetsnächten für Jugendliche, theologischen Vorträgen, Kulturveranstaltungen und einer Abschlussmesse im Rheinenergie-Stadion werden mehrere zehntausend Teilnehmer erwartet. Im Mittelpunkt steht nach den Worten Meisners die Eucharistie als zentrales Sakrament der katholischen Kirche, also die in der Gestalt von Brot und Wein gefeierte Gegenwart Gottes. „Wollen wir unseren Glauben stärken, sollten wir uns wieder neu die eucharistische Gegenwart des Herrn inmitten seines Volkes vor Augen stellen. Nicht in aktionistischer Betriebsamkeit, wohl aber in gesammelter, aufmerksamer Teilnahme sind wir eingeladen, die Eucharistie als authentisch gefeiertes Glaubensgeheimnis zu erleben und bewusst mitzuvollziehen“, erklärte der Kardinal. Die Eucharistische Anbetung sei unverzichtbar, unterstrich der Kölner Erzbischof.

    Prälat Robert Kleine und Kardinal Meisner vor dem Logo des Eucharistischen Kongresses. Foto: KNA

    Köln (reg/KNA) Die katholische Kirche in Deutschland plant ein Großtreffen in Köln im kommenden Jahr. Die Deutsche Bischofskonferenz und das Erzbistum Köln laden vom 5. bis 9. Juni zum sogenannten Eucharistischen Kongress ein, wie der Kölner Kardinal Joachim Meisner am Donnerstag vor Journalisten in Köln erläuterte. Veranstalter ist die Bischofskonferenz, Ausrichter das Erzbistum. Zu dem Programm mit Gottesdiensten, Glaubensgesprächen, Gebetsnächten für Jugendliche, theologischen Vorträgen, Kulturveranstaltungen und einer Abschlussmesse im Rheinenergie-Stadion werden mehrere zehntausend Teilnehmer erwartet. Im Mittelpunkt steht nach den Worten Meisners die Eucharistie als zentrales Sakrament der katholischen Kirche, also die in der Gestalt von Brot und Wein gefeierte Gegenwart Gottes. „Wollen wir unseren Glauben stärken, sollten wir uns wieder neu die eucharistische Gegenwart des Herrn inmitten seines Volkes vor Augen stellen. Nicht in aktionistischer Betriebsamkeit, wohl aber in gesammelter, aufmerksamer Teilnahme sind wir eingeladen, die Eucharistie als authentisch gefeiertes Glaubensgeheimnis zu erleben und bewusst mitzuvollziehen“, erklärte der Kardinal. Die Eucharistische Anbetung sei unverzichtbar, unterstrich der Kölner Erzbischof.

    Angeregt durch die Erfahrungen des Weltjugendtages in Madrid werde der Kongress auch die Tradition der Jugendkatechesen im Rahmen eines eigenen Jugendprogramms aufgreifen. Ausdrücklich lud der Kölner Erzbischof Jugendliche zur Neuevangelisierung ein: „Jeder Jugendliche soll einen Gleichaltrigen mitbringen, der nach dem Sinn des Lebens sucht.“ Man suche derzeit Möglichkeiten, um jungen Teilnehmern, Bedürftigen und Behinderten finanziell unter die Arme zu greifen.

    Darüber hinaus will der Kongress der Vielfalt der liturgischen Formen und Riten in der katholischen Kirche Rechnung tragen. So werden sich Kardinal Meisner zufolge die katholischen Ostkirchen unter anderem mit der Feier der „Göttlichen Liturgie“ beteiligen. In der Kölner Südstadt wird die Kirche Maria Hilf das Zentrum für die Feiern in der außerordentlichen Form des römischen Ritus sein.

    Die Veranstaltung unter dem Motto „Herr, zu wem sollen wir gehen?“ stehe im Zusammenhang mit dem Missbrauchsskandal und der Bitte an Gott, dass er die dadurch entstandenen Verwundungen heilen möge. Auch sei das Treffen ein Beitrag zum „Jahr des Glaubens“, das Papst Benedikt XVI. für die Zeit nach Oktober 2012 ausgerufen hat.

    Der Sekretär der Deutschen Bischofskonferenz, Pater Hans Langendörfer SJ, sagte, der Kongress solle ein „öffentliches Bekenntnis“ für den Glauben darstellen. Damit werde an den vom Papst beim Deutschlandbesuch geäußerten Wunsch angeknüpft, Gott in der Öffentlichkeit zu bezeugen. Das Treffen stehe in einer Reihe mit der Papstvisite 2011 und dem Katholikentag im kommenden Monat in Mannheim.

    Kongresssekretär Prälat Robert Kleine betonte, dass das Treffen zwar eine nationale Begegnung sei, jedoch auch Grundstrukturen des Weltjugendtags aufgreife. Alle Menschen vom Kind bis zum Senior seien angesprochen.

    Gleichwohl werde der Kongress auch Angebote für Jugendliche haben und von Elementen des Weltjugendtags wie Glaubensunterweisungen, Nightfever oder Taizé-Gebeten geprägt sein. Auch rechnet das Erzbistum Köln mit Teilnehmern und Gästen aus den Nachbarländern. Durch karitative Aktionen solle der soziale Charakter der Eucharistie hervorgehoben werden. Veranstaltungsorte seien neben dem Dom auch die romanischen Kirchen der Stadt sowie nichtkirchliche Gebäude.

    Kardinal Meisner unterstrich, dass das Treffen kein Katholikentag mit Auseinandersetzungen etwa über theologische Fragen sei, sondern eine Feier der Eucharistie darstelle. Deshalb sei auch keine offizielle ökumenische Einladung ausgesprochen worden. Kleine sagte, auch Nicht-Getaufte und Christen anderer Konfessionen seien zu der Veranstaltung eingeladen, um das kennenzulernen, was Katholiken fasziniere. Der Kommunionempfang sei den Katholiken vorbehalten. Kleine nannte als Beispiel für Programmpunkte, die sich für das gemeinsame Gebet über die Konfessionsgrenzen hinweg eignen, das Stundengebet.

    Eucharistische Kongresse haben eine Tradition in der katholischen Kirche, die bis zum Ende des 19. Jahrhunderts zurückreicht. Sie werden sowohl auf nationaler Ebene als auch international veranstaltet. In Deutschland fand der letzte internationale Eucharistische Kongress 1960 in München statt, der nächste ist im kommenden Juni in Dublin.