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    Gericht weist Bischof Williamsons Antrag zurück

    Nürnberg (DT/KNA) Der traditionalistische Bischof Richard Williamson ist vor Gericht mit dem Versuch gescheitert, die Verbreitung seiner Holocaust-Leugnung einzuschränken. Der Geistliche wollte mit einer einstweiligen Verfügung vor dem Landgericht Nürnberg-Fürth erreichen, dass dem schwedischen Fernsehsender Sveriges Television AB untersagt wird, die Filmsequenz des mit ihm geführten Interviews anderweitig als im schwedischen Programm auszustrahlen. Außerdem sollte die TV-Anstalt die Filmsequenz von ihrer Homepage entfernen. Diesen Antrag wies die 11. Zivilkammer des Landgerichts am Montag zurück. Die Entscheidung ist jedoch noch nicht rechtskräftig (Az. 11 O 762/09) Williamson hatte dem TV-Team am 1. November 2008 in Zaitzkofen im Landkreis Regensburg ein Interview gegeben, in dem er das Ausmaß des Holocaust in Abrede stellte und die Existenz der Gaskammern leugnete. Dem Gericht gegenüber machte er nun geltend, vorab nicht darüber informiert worden zu sein, dass eine Filmsequenz im Internet oder über andere Medien inner- oder außerhalb Schwedens veröffentlicht werden würde. Ihm habe man erklärt, es komme lediglich zu einer Ausstrahlung im schwedischen Programm des Senders. Nur hierzu habe er auch seine Einwilligung erteilt. Durch die weitergehende Veröffentlichung sah sich Williamson unter anderem in seinem Persönlichkeitsrecht und im Recht am eigenen Bild verletzt. Weiter verwies der Bischof darauf, dass er die schwedischen Journalisten auf die Gefahr einer Strafverfolgung in Deutschland hingewiesen und einen entsprechend vorsichtigen Umgang mit dem Filmmaterial angemahnt habe. Das Landgericht Nürnberg-Fürth lehnte den Antrag ohne Anhörung der Gegenseite ab. Nach Auffassung der Kammer liegt keine der geltend gemachten Rechtsverletzungen vor. Der Geistliche habe einer Verbreitung des Interviews über das Internet nicht ausdrücklich widersprochen. Der schwedische Fernsehkanal sei zudem über Satellit in vielen europäischen Ländern empfangbar. Auch sei es üblich, TV-Sendungen im Internet bereitzuhalten.

    Nürnberg (DT/KNA) Der traditionalistische Bischof Richard Williamson ist vor Gericht mit dem Versuch gescheitert, die Verbreitung seiner Holocaust-Leugnung einzuschränken. Der Geistliche wollte mit einer einstweiligen Verfügung vor dem Landgericht Nürnberg-Fürth erreichen, dass dem schwedischen Fernsehsender Sveriges Television AB untersagt wird, die Filmsequenz des mit ihm geführten Interviews anderweitig als im schwedischen Programm auszustrahlen. Außerdem sollte die TV-Anstalt die Filmsequenz von ihrer Homepage entfernen. Diesen Antrag wies die 11. Zivilkammer des Landgerichts am Montag zurück. Die Entscheidung ist jedoch noch nicht rechtskräftig (Az. 11 O 762/09) Williamson hatte dem TV-Team am 1. November 2008 in Zaitzkofen im Landkreis Regensburg ein Interview gegeben, in dem er das Ausmaß des Holocaust in Abrede stellte und die Existenz der Gaskammern leugnete. Dem Gericht gegenüber machte er nun geltend, vorab nicht darüber informiert worden zu sein, dass eine Filmsequenz im Internet oder über andere Medien inner- oder außerhalb Schwedens veröffentlicht werden würde. Ihm habe man erklärt, es komme lediglich zu einer Ausstrahlung im schwedischen Programm des Senders. Nur hierzu habe er auch seine Einwilligung erteilt. Durch die weitergehende Veröffentlichung sah sich Williamson unter anderem in seinem Persönlichkeitsrecht und im Recht am eigenen Bild verletzt. Weiter verwies der Bischof darauf, dass er die schwedischen Journalisten auf die Gefahr einer Strafverfolgung in Deutschland hingewiesen und einen entsprechend vorsichtigen Umgang mit dem Filmmaterial angemahnt habe. Das Landgericht Nürnberg-Fürth lehnte den Antrag ohne Anhörung der Gegenseite ab. Nach Auffassung der Kammer liegt keine der geltend gemachten Rechtsverletzungen vor. Der Geistliche habe einer Verbreitung des Interviews über das Internet nicht ausdrücklich widersprochen. Der schwedische Fernsehkanal sei zudem über Satellit in vielen europäischen Ländern empfangbar. Auch sei es üblich, TV-Sendungen im Internet bereitzuhalten.