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    Gericht: Prager Veitsdom gehört dem Staat

    Prag (DT/KNA) Der berühmte Prager Veitsdom ist vom höchsten tschechischen Gericht endgültig dem Staat zugesprochen worden. Gegen das Urteil gebe es keine Rechtsmittel mehr, erläuterte ein Gerichts-Sprecher am Donnerstag. Der Streit darüber, ob das wichtigste böhmische Gotteshaus dem Staat oder der katholischen Kirche zusteht, dauert schon sechzehn Jahre. Die Kirche hatte vor dem Obersten Gericht das nun beendete Berufungsverfahren angestrengt, nachdem zuletzt das Prager Stadtgericht den Dom dem Staat zugesprochen hatte. Die Kirche reagierte zunächst nicht auf das jetzige Urteil. Der Prager Kardinal Miloslav Vlk hatte in der Vergangenheit wiederholt erklärt, in dem Rechtsstreit nicht nachgeben zu wollen und angekündigt, notfalls den Europäischen Menschenrechtsgerichtshof in Straßburg anzurufen. Im Januar hatten sich Staat und Kirche unabhängig von dem Rechtsstreit über die Nutzung des Veitsdoms geeinigt. Der Staat trägt seither sämtliche Betriebs- und Erhaltungskosten. Die Kirche zahlt für die Nutzung eine symbolische monatliche Pauschale von umgerechnet etwa 20 Euro. Sie darf keinen Eintritt für den Besuch der Kathedrale erheben. Die kommunistischen Machthaber hatten den gotischen Veitsdom in den 1950er Jahren verstaatlicht.

    Prag (DT/KNA) Der berühmte Prager Veitsdom ist vom höchsten tschechischen Gericht endgültig dem Staat zugesprochen worden. Gegen das Urteil gebe es keine Rechtsmittel mehr, erläuterte ein Gerichts-Sprecher am Donnerstag. Der Streit darüber, ob das wichtigste böhmische Gotteshaus dem Staat oder der katholischen Kirche zusteht, dauert schon sechzehn Jahre. Die Kirche hatte vor dem Obersten Gericht das nun beendete Berufungsverfahren angestrengt, nachdem zuletzt das Prager Stadtgericht den Dom dem Staat zugesprochen hatte. Die Kirche reagierte zunächst nicht auf das jetzige Urteil. Der Prager Kardinal Miloslav Vlk hatte in der Vergangenheit wiederholt erklärt, in dem Rechtsstreit nicht nachgeben zu wollen und angekündigt, notfalls den Europäischen Menschenrechtsgerichtshof in Straßburg anzurufen. Im Januar hatten sich Staat und Kirche unabhängig von dem Rechtsstreit über die Nutzung des Veitsdoms geeinigt. Der Staat trägt seither sämtliche Betriebs- und Erhaltungskosten. Die Kirche zahlt für die Nutzung eine symbolische monatliche Pauschale von umgerechnet etwa 20 Euro. Sie darf keinen Eintritt für den Besuch der Kathedrale erheben. Die kommunistischen Machthaber hatten den gotischen Veitsdom in den 1950er Jahren verstaatlicht.