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    Genscher beim Papst: Werk Johannes Pauls II. gewürdigt

    Rom/Vatikanstadt (DT/KNA) Der frühere Außenminister Hans-Dietrich Genscher hat die Rolle von Papst Johannes Paul II. (1978–2005) für die Einigung Europas gewürdigt. Ohne den Beitrag des polnischen Papstes wäre das friedliche Zusammenleben der Völker auf diesem Kontinent heute noch nicht möglich oder zumindest nicht ohne Gewalt zustande gekommen, hob der FDP-Politiker bei einem Festakt an der deutschen Botschaft beim Heiligen Stuhl in Rom hervor, deren Residenzgebäude auf der Via dei tre Orologi vor 25 Jahren fertiggestellt wurde. Er habe die Diplomatie des Heiligen Stuhls während seiner Amtszeit als Außenminister sehr zu schätzen gelernt, sagte Genscher weiter. Am Vormittag war Genscher von Papst Benedikt XVI. in Audienz empfangen worden. Dem Vernehmen nach ging es um einen Rückblick auf die Zeit des Umbruchs in Europa, als Genscher zu den häufigen Gesprächspartnern von Johannes Paul II. und der vatikanischen Diplomatie gehörte. Für Deutschland seien die Beziehungen zum Heiligen Stuhl stets besonders wichtig gewesen, erklärte Genscher. Der Vatikan messe internationalen Themen, den Fragen der zivilen, sozialen und kulturellen Menschenrechte und der Würde jeder einzelnen Person hohe Bedeutung zu. Besonders wichtig sei die Teilnahme des Heiligen Stuhls an der Konferenz für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa KSZE gewesen. Der vatikanische Außenminister Erzbischof Dominique Mamberti bezeichnete Genscher als international herausragenden deutschen Politiker. Er äußerte die Hoffnung, dass die intensiven und positiven Beziehungen zwischen dem Heiligen Stuhl und der Bundesrepublik fortgeführt würden. Mamberti unterstrich, dass sich die Aktivitäten des Heiligen Stuhls nicht einfach in politischen Kategorien oder unter dem Gesichtspunkt von Macht und materiellen Interessen beschreiben ließen. Die päpstliche Diplomatie wolle mit ihrem Handeln vielmehr die Einheit und Freiheit der Katholiken in aller Welt garantieren. Zudem sehe es der Heilige Stuhl als seine Aufgabe an, einzelnen Nationen sowie der internationalen Staatengemeinschaft geistliche und moralische Werte in Erinnerung zu rufen, ohne die ein friedliches Zusammenleben nicht möglich sei.

    Rom/Vatikanstadt (DT/KNA) Der frühere Außenminister Hans-Dietrich Genscher hat die Rolle von Papst Johannes Paul II. (1978–2005) für die Einigung Europas gewürdigt. Ohne den Beitrag des polnischen Papstes wäre das friedliche Zusammenleben der Völker auf diesem Kontinent heute noch nicht möglich oder zumindest nicht ohne Gewalt zustande gekommen, hob der FDP-Politiker bei einem Festakt an der deutschen Botschaft beim Heiligen Stuhl in Rom hervor, deren Residenzgebäude auf der Via dei tre Orologi vor 25 Jahren fertiggestellt wurde. Er habe die Diplomatie des Heiligen Stuhls während seiner Amtszeit als Außenminister sehr zu schätzen gelernt, sagte Genscher weiter. Am Vormittag war Genscher von Papst Benedikt XVI. in Audienz empfangen worden. Dem Vernehmen nach ging es um einen Rückblick auf die Zeit des Umbruchs in Europa, als Genscher zu den häufigen Gesprächspartnern von Johannes Paul II. und der vatikanischen Diplomatie gehörte. Für Deutschland seien die Beziehungen zum Heiligen Stuhl stets besonders wichtig gewesen, erklärte Genscher. Der Vatikan messe internationalen Themen, den Fragen der zivilen, sozialen und kulturellen Menschenrechte und der Würde jeder einzelnen Person hohe Bedeutung zu. Besonders wichtig sei die Teilnahme des Heiligen Stuhls an der Konferenz für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa KSZE gewesen. Der vatikanische Außenminister Erzbischof Dominique Mamberti bezeichnete Genscher als international herausragenden deutschen Politiker. Er äußerte die Hoffnung, dass die intensiven und positiven Beziehungen zwischen dem Heiligen Stuhl und der Bundesrepublik fortgeführt würden. Mamberti unterstrich, dass sich die Aktivitäten des Heiligen Stuhls nicht einfach in politischen Kategorien oder unter dem Gesichtspunkt von Macht und materiellen Interessen beschreiben ließen. Die päpstliche Diplomatie wolle mit ihrem Handeln vielmehr die Einheit und Freiheit der Katholiken in aller Welt garantieren. Zudem sehe es der Heilige Stuhl als seine Aufgabe an, einzelnen Nationen sowie der internationalen Staatengemeinschaft geistliche und moralische Werte in Erinnerung zu rufen, ohne die ein friedliches Zusammenleben nicht möglich sei.