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    Gedenkstätte für verfolgte Orden in Tschechien

    Prag (DT/KNA) In einem Kloster im ostböhmischen Kraliky (Grulich) soll bis Anfang 2012 die erste Gedenkstätte für in der kommunistischen Tschechoslowakei verfolgte Geistliche entstehen. Die Einrichtung wird laut „Radio Prag“ an die gewaltsame Auflösung der geistlichen Orden erinnern, die Anfang der 50er Jahre begann. Damals wurden landesweit gut 2 500 Ordensmänner in stalinistische Internierungslager gesperrt. Wie der Leiter des Projekts, Richard Sicha, „Radio Prag“ sagte, wurden im Rahmen der Forschungen für die Gedenkstätte mehr als fünftausend Dokumente gesichtet. Kern der Ausstellung werden nach Sichas Worten Dokumente über jene gut 550 Ordensleute sein, die bis 1961 in Kraliky eingekerkert waren. Sie gäben auch Auskunft über die Methoden des kommunistischen Geheimdienstes StB, Ordensmitglieder zu erpressen und zur Zusammenarbeit mit dem Spitzeldienst zu nötigen. Ergänzt werden soll die Ausstellung durch Erlebnisberichte der wenigen Überlebenden. Die Schirmherrschaft über das Projekt der Gedenkstätte hat der Prager Erzbischof Dominik Duka (68) übernommen, der früher in Ostböhmen als Bischof wirkte. Das Kloster auf dem Muttergottesberg in Kraliky war nach der politischen Wende 1989 als Wallfahrtsort wiederbelebt worden. Daran hatten auch zahlreiche sudetendeutsche Pilger Anteil. Der Ort wird derzeit jährlich von mehr als dreißigtausend Menschen besucht, darunter viele Schulklassen.

    Prag (DT/KNA) In einem Kloster im ostböhmischen Kraliky (Grulich) soll bis Anfang 2012 die erste Gedenkstätte für in der kommunistischen Tschechoslowakei verfolgte Geistliche entstehen. Die Einrichtung wird laut „Radio Prag“ an die gewaltsame Auflösung der geistlichen Orden erinnern, die Anfang der 50er Jahre begann. Damals wurden landesweit gut 2 500 Ordensmänner in stalinistische Internierungslager gesperrt. Wie der Leiter des Projekts, Richard Sicha, „Radio Prag“ sagte, wurden im Rahmen der Forschungen für die Gedenkstätte mehr als fünftausend Dokumente gesichtet. Kern der Ausstellung werden nach Sichas Worten Dokumente über jene gut 550 Ordensleute sein, die bis 1961 in Kraliky eingekerkert waren. Sie gäben auch Auskunft über die Methoden des kommunistischen Geheimdienstes StB, Ordensmitglieder zu erpressen und zur Zusammenarbeit mit dem Spitzeldienst zu nötigen. Ergänzt werden soll die Ausstellung durch Erlebnisberichte der wenigen Überlebenden. Die Schirmherrschaft über das Projekt der Gedenkstätte hat der Prager Erzbischof Dominik Duka (68) übernommen, der früher in Ostböhmen als Bischof wirkte. Das Kloster auf dem Muttergottesberg in Kraliky war nach der politischen Wende 1989 als Wallfahrtsort wiederbelebt worden. Daran hatten auch zahlreiche sudetendeutsche Pilger Anteil. Der Ort wird derzeit jährlich von mehr als dreißigtausend Menschen besucht, darunter viele Schulklassen.