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    „Fröhlich sein, Gutes tun und die Spatzen pfeifen lassen“

    München (DT/KNA) Den Spruch „Fröhlich sein, Gutes tun und die Spatzen pfeifen lassen“ kennt fast jeder aus Poesiealben. Zurück geht er auf Johannes Don Bosco (1815 bis 1888), der vor 150 Jahren einen neuen katholischen Orden gründete. Don Bosco war unverbesserlicher Optimist. Ohne eine gehörige Portion Gottvertrauen hätte er es wohl auch kaum auf sich genommen, in Turin bedürftigen Jugendlichen zu helfen, die im beginnenden Industriezeitalter auf der Strecke geblieben waren. Dabei ließ sich der Priester nicht beirren, wenn im Klerus über ihn geredet wurde, weil er sich auch mit Ex-Häftlingen abgab. Der Geistliche wollte benachteiligte junge Leute mit einer Ausbildung fitmachen fürs Leben. Bis heute fühlen sich die Salesianer Don Boscos diesem Auftrag verpflichtet. In diesem Jahr gibt es gleich doppelten Grund zum Feiern: das Gründungsjubiläum und die Heiligsprechung Don Boscos vor 75 Jahren.

    München (DT/KNA) Den Spruch „Fröhlich sein, Gutes tun und die Spatzen pfeifen lassen“ kennt fast jeder aus Poesiealben. Zurück geht er auf Johannes Don Bosco (1815 bis 1888), der vor 150 Jahren einen neuen katholischen Orden gründete. Don Bosco war unverbesserlicher Optimist. Ohne eine gehörige Portion Gottvertrauen hätte er es wohl auch kaum auf sich genommen, in Turin bedürftigen Jugendlichen zu helfen, die im beginnenden Industriezeitalter auf der Strecke geblieben waren. Dabei ließ sich der Priester nicht beirren, wenn im Klerus über ihn geredet wurde, weil er sich auch mit Ex-Häftlingen abgab. Der Geistliche wollte benachteiligte junge Leute mit einer Ausbildung fitmachen fürs Leben. Bis heute fühlen sich die Salesianer Don Boscos diesem Auftrag verpflichtet. In diesem Jahr gibt es gleich doppelten Grund zum Feiern: das Gründungsjubiläum und die Heiligsprechung Don Boscos vor 75 Jahren.

    Am Samstag beginnt eine Festwoche in Bonn, die dann in anderen Orten Deutschlands fortgesetzt wird. Zum Festakt am 30. Januar wird in München auch der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Robert Zollitsch, erwartet. Der reist einen Tag später gleich weiter ins oberbayerische Benediktbeuern zum großen Don Bosco Fest.

    Im Voralpenland, wo die Salesianer neben Aktionszentrum, Jugendherberge, Zentrum für Umwelt und Kultur auch ihre Philosophisch-Theologische Hochschule haben, wird künftig ein neues Bild von Sieger Köder hängen. Der bekannte schwäbische Priestermaler hat es zum Jubiläum geschaffen. Es zeigt den Ordensgründer, wie er hinter einer Holzwand mit zwei Handpuppen die biblische Geschichte des barmherzigen Vaters nachspielt. Im Publikum taucht er ein zweites Mal inmitten seiner Schützlinge auf und zeigt so, wie das Evangelium Gestalt annimmt. Wie vielen anderen Orden macht auch den Salesianern Don Boscos die zurückgehende Zahl an Mitbrüdern zu schaffen, auch wenn im Sommer fünf Kandidaten ins Noviziat eintreten wollen.

    Zu den neuen Projekten gehört die vor zwei Jahren begonnene Präsenz im Berliner Plattenbauviertel Marzahn. Jede Einrichtung soll sich soweit wie möglich selber tragen, gilt als Richtschnur. Dabei haben die Salesianer vor Jahren schon vorgesorgt und ein Stiftungszentrum ins Leben gerufen. 150 Stifter haben bisher Jugendhilfsprojekte des Ordens unterstützt.

    Von Barbara Just