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    Freistaat will Besoldung der Bischöfe neu regeln

    München (DT/KNA) Die bayerische Staatsregierung will die Besoldung kirchlicher Würdenträger im Freistaat neu regeln. Ein Gesetzentwurf, der kommenden Mittwoch in den Landtag eingebracht werden soll, sieht eine Pauschalzahlung an die katholische und evangelische Kirche vor. Bisher erhielten insbesondere die katholischen Bischöfe und andere höhere Geistliche ihre Bezüge einzeln vom Landesamt für Finanzen. Durch das neue Gesetz soll die jährlich überwiesene Summe um fast zwei Millionen Euro verringert werden. Die Einsparung käme dadurch zustande, dass die katholische Kirche sich künftig die Versorgung der betreffenden Geistlichen im Ruhestand mit dem Staat teilt. Außerdem verringert das Verfahren den staatlichen Verwaltungsaufwand. Die stellvertretende Leiterin des Katholischen Büros Bayern, Bettina Nickel, sprach gegenüber der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) von einer „begrüßenswerten Vereinfachung“ staatlicher Leistungen an die Kirchen. Diese hätten am Gesetzentwurf mitgewirkt.

    München (DT/KNA) Die bayerische Staatsregierung will die Besoldung kirchlicher Würdenträger im Freistaat neu regeln. Ein Gesetzentwurf, der kommenden Mittwoch in den Landtag eingebracht werden soll, sieht eine Pauschalzahlung an die katholische und evangelische Kirche vor. Bisher erhielten insbesondere die katholischen Bischöfe und andere höhere Geistliche ihre Bezüge einzeln vom Landesamt für Finanzen. Durch das neue Gesetz soll die jährlich überwiesene Summe um fast zwei Millionen Euro verringert werden. Die Einsparung käme dadurch zustande, dass die katholische Kirche sich künftig die Versorgung der betreffenden Geistlichen im Ruhestand mit dem Staat teilt. Außerdem verringert das Verfahren den staatlichen Verwaltungsaufwand. Die stellvertretende Leiterin des Katholischen Büros Bayern, Bettina Nickel, sprach gegenüber der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) von einer „begrüßenswerten Vereinfachung“ staatlicher Leistungen an die Kirchen. Diese hätten am Gesetzentwurf mitgewirkt.

    Seit der Säkularisation zu Beginn des 19. Jahrhunderts leistet der bayerische Staat Unterhaltszahlungen an die katholischen Bischöfe und die Mitglieder der sieben bayerischen Domkapitel. Zuvor hatte er die Kirche weitgehend enteignet. Die aktuell gültigen Besoldungsregeln basieren auf dem Bayerischen Konkordat von 1924. Nach dem Konkordat müsste der Staat die katholische Kirche so mit Gütern ausstatten, dass sie aus deren Ertrag die Aufwendungen für ihr Führungspersonal selbst bestreiten kann. Alternativ dazu sieht der völkerrechtlich bindende Vertrag eine Jahresrente vor. Berechnung und Auszahlungsmodalitäten sind im Konkordat nicht geregelt. Mit der Neuordnung soll die Besoldung höherer katholischer Geistlicher der bereits seit längerem bestehenden Praxis staatlicher Pauschalleistungen für die evangelische Landeskirche angeglichen werden. Neue Bemessungsgrundlage für alle kirchlichen Bezüge wird die Besoldung bayerischer Beamter.