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    Franz Xaver, Patron der Jugend

    Er ist einer der Patrone des diesjährigen Weltjugendtags und Patron der Jugend: Franz Xaver wurde am 7. April 1506 geboren. Er war das jüngste Kind von fünf Geschwistern. Seine älteste Schwester Magdalena trat in das Klarissenkloster in Gandia ein, wo sie Äbtissin wurde und im Ruf der Heiligkeit starb. Francisco lernte sie nie kennen, aber sie nahm durch ihr Gebet und ihre Ratschläge Einfluss auf sein Leben.

    Er ist einer der Patrone des diesjährigen Weltjugendtags und Patron der Jugend: Franz Xaver wurde am 7. April 1506 geboren. Er war das jüngste Kind von fünf Geschwistern. Seine älteste Schwester Magdalena trat in das Klarissenkloster in Gandia ein, wo sie Äbtissin wurde und im Ruf der Heiligkeit starb. Francisco lernte sie nie kennen, aber sie nahm durch ihr Gebet und ihre Ratschläge Einfluss auf sein Leben.

    Der heilige Franz Xaver hat die Grenzen seiner Heimat und seiner Epoche überschritten. Dieser Navarrer, der sich in das Evangelium verliebte und Christus zum Grund seines Lebens machte, hat mit seiner Hingabe an die Mission die Kirchengeschichte geprägt. Insbesondere die Jugendlichen können viel von ihm lernen. Sein Lebensweg hat Spuren hinterlassen:

    Die Spur des Glaubens: Franz Xaver brachte die Prioritäten seines Lebens so zum Ausdruck: „Welch Friede, so zu leben, dass wir täglich sterben, indem wir unserem eigenen Willen entsagen und nicht unser Interesse zu suchen, sondern das Jesu Christi.”

    Die Spur Christi: Franz Xaver organisierte die Katechese. Er führte überall den Brauch ein, zur Beichte und Kommunion zu gehen und scheute keine Methode oder Mühe zur religiösen Unterweisung.

    Die Spur der Solidarität: Er war einfühlsam gegenüber dem Leiden anderer Menschen, vor allem bei Machtmissbrauch. Er verteidigte die Rechte der Eingeborenen gegen Übergriffe der Portugiesen.

    Die Spur seiner Persönlichkeit: Er ließ sich durch nichts entmutigen. Er griff die Gleichgültigkeit der Christen an und wollte alle mit seinem Eifer anstecken.

    Die Spur der Hoffnung: Angesichts der großen Gefahren und Mühen, die über ihn kamen, wurde er von großer geistlicher Freude erfüllt. Eine bewegende Lektüre ist der Bericht seines Besuchs auf den berüchtigten Inseln von Moro, die er in „Inseln der Hoffnung auf Gott“ umbenannte.

    Die Spur des Gebets: Es ist bewegend, wenn man liest, welchen Grad der Vereinigung mit Gott er durch seine Treue zum Gebet erlangt hat. Oft geriet er sogar in Ekstase. Die Nächte widmete er dem Gebet. Seine einzige Ausrüstung waren sein Kruzifix, sein Rosenkranz und sein Gebetbuch.

    Die Spur, mit der Kirche zu denken und zu fühlen: Das zeigt sein erster Brief aus Indien: „Durch die Verdienste der heiligen Mutter Kirche, auf die ich meine Hoffnung setze und deren Glieder ihr seid, vertraue ich darauf, dass Christus, unser Herr, mich anhören und mir die Gnade gewähren möge, das unnütze Werkzeug, das ich bin, zu gebrauchen, um die Kirche aufzubauen.“

    Die Spur der Kreativität: Er bildete Katecheten aus und gab den Laien eine wichtige Rolle. Er verfasste einen Katechismus.

    Die Spur der Liebenswürdigkeit: Sie ist eine seiner wichtigsten Eigenschaften. So empfahl er seinen Gefährten: „Seid liebenswert, so werdet ihr Einfluss gewinnen.“ Durch Liebenswürdigkeit und gute Manieren erreichte er viel.

    Die Spur des Frohsinns: Traurige Menschen pflegten ihn aufzusuchen, da die Freude, die er ausstrahlte, ihre Haltung veränderte. Er selbst schrieb: „Inmitten all dieser Mühe und Qual verspüre ich einen solchen Frohsinn und solche Freude, dass der Trost, den ich empfange, mich den Schmerz der Mühsal nicht spüren lässt.“

    Die Spur der Nächstenliebe: Er war ein Muster an Hingabe. Auf der langen Überfahrt von Lissabon nach Goa widmete er sich dem Dienst an den Kranken. Er wies den Knecht zurück, den der Kapitän in seinen Dienst stellen wollte, und diente selbst den anderen.

    Die Spur der Bereitschaft: Er war stets bereit, den Willen Gottes zu tun. Als der heilige Ignatius ihm die Mission in Indien anvertraute, lautete seine Antwort: „Hier bin ich, ich bin bereit.“

    Mögen die Jugendlichen des Weltjugendtags die guten Eigenschaften ihres heiligen Patrons Franz Xaver nachahmen und unerschrocken den größten Schatz unseres Glaubens anbieten: Jesus Christus.

    Der Verfasser ist Mönch der Benediktinerabtei Leyre bei Javier (Navarra) und betreut junge Pilger auf dem Jakobsweg