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    Flüchtlingslager in Wiener Votivkirche

    Wien (sb) Seit knapp zwei Wochen sind die Wiener Votivkirche und der vor ihr liegende Park Schauplatz eines Asylstreits, in dem es auch über Weihnachten nicht zu einer Entspannung kam. Seit 18. Dezember halten sich Asylbewerber in der neogotischen Kirche in der Wiener Innenstadt auf. Der Wiener Caritas-Direktor Michael Landau, der sich um eine Lösung bemüht, äußerte mehrfach öffentlich Verständnis für die Angst der Asylbewerber vor inakzeptablen Flüchtlingsheimen, kritisierte – ebenso wie der Pfarrgemeinderat – aber zugleich, dass die Sorgen der Asylbewerber politisch instrumentalisiert würden. Während der Weihnachtsfeiertage nächtigten etwa 30 Flüchtlinge in der Kirche, von denen sich die Hälfte mittlerweile im Hungerstreik befindet. Nach Angaben der Caritas, die die Flüchtlinge betreut, fordern diese raschere und faire Asylverfahren, einen besseren Zugang zum Arbeitsmarkt sowie Qualitätsstandards für Flüchtlingslager und die Löschung ihrer Fingerabdrücke, um in anderen EU-Staaten Asylanträge stellen zu können. Die Türen der Kirche würden weiter für Schutzsuchende offenstehen, hieß es. Der Wiener Erzbischof, Kardinal Christoph Schönborn, dankte dem zuständigen Pfarrer Joseph Farrugia für die Aufnahme der Asylbewerber. Caritas-Direktor Landau hat Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) zu einem Lokalaugenschein in der Votivkirche eingeladen. Eine Antwort des Bundeskanzlers liegt bisher nicht vor. In Österreich gibt es derzeit mehr als 20 000 Asylbewerber.

    Wien (sb) Seit knapp zwei Wochen sind die Wiener Votivkirche und der vor ihr liegende Park Schauplatz eines Asylstreits, in dem es auch über Weihnachten nicht zu einer Entspannung kam. Seit 18. Dezember halten sich Asylbewerber in der neogotischen Kirche in der Wiener Innenstadt auf. Der Wiener Caritas-Direktor Michael Landau, der sich um eine Lösung bemüht, äußerte mehrfach öffentlich Verständnis für die Angst der Asylbewerber vor inakzeptablen Flüchtlingsheimen, kritisierte – ebenso wie der Pfarrgemeinderat – aber zugleich, dass die Sorgen der Asylbewerber politisch instrumentalisiert würden. Während der Weihnachtsfeiertage nächtigten etwa 30 Flüchtlinge in der Kirche, von denen sich die Hälfte mittlerweile im Hungerstreik befindet. Nach Angaben der Caritas, die die Flüchtlinge betreut, fordern diese raschere und faire Asylverfahren, einen besseren Zugang zum Arbeitsmarkt sowie Qualitätsstandards für Flüchtlingslager und die Löschung ihrer Fingerabdrücke, um in anderen EU-Staaten Asylanträge stellen zu können. Die Türen der Kirche würden weiter für Schutzsuchende offenstehen, hieß es. Der Wiener Erzbischof, Kardinal Christoph Schönborn, dankte dem zuständigen Pfarrer Joseph Farrugia für die Aufnahme der Asylbewerber. Caritas-Direktor Landau hat Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) zu einem Lokalaugenschein in der Votivkirche eingeladen. Eine Antwort des Bundeskanzlers liegt bisher nicht vor. In Österreich gibt es derzeit mehr als 20 000 Asylbewerber.