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    Es gibt nur eine Kirche

    Klaus Berger glaubt an die eine, heilige, katholische und apostolische Kirche. Warum, das erläutert er in einem Essay in der "Tagespost".

    Eine Kirche auf einem Hügel ist von einem Meer aus Nebel umgeben
    Eine Kirche auf einem Hügel ist von einem Meer aus Nebel umgeben. Foto: Peter Komka/MTI/dpa. Foto: Peter Komka (MTI)

    Klaus Berger ist ein Theologe der deutlichen Worte. Das unterscheidet ihn von anderen Vertretern seiner Zunft. Auch in einem Essay über die Kirche nimmt er kein Blatt vor den Mund. Zunächst kritisiert er die Haltung „Jesus: Ja. Kirche: Nein.“ deutlich.

    Oberförster statt Priester, Waldfliegen statt Engel?

    Berger schreibt: „Viele wollen sowieso keine Kirche, denn jede Kirche halten sie für infam, verflucht, verbrecherisch. Manche davon sagen: Jesus Ja, Kirche Nein. Oder: Eine Gottheit Ja, zum Beispiel die Vernunft, aber den Rest nicht geschenkt!? Haupt-Einwand: Es menschelt zu stark in der Kirche. Sind sie denn selbst keine Menschen? Fühlen sie sich nur unter Engeln wohl, die sie wohl für ihresgleichen halten? Jedenfalls unter den Solisten in einem unsichtbaren leiblosen Verein von freien Geistern hinter den Wolken! Eine Geistkirche also, keine, wo störende Mitmenschen hingehen. Deshalb am Sonntagvormittag am besten allein im Wald, dort dann auch namenlos begraben werden, zum Beispiel unter Kiefer Nr. 654. Oberförster statt Priester, Waldfliegen statt Engel“.

    Klaus Berger: "Die Kirche, an die ich glaube, ist die eine, ist heilig, katholisch und apostolisch"

    Klaus Berger glaubt an die eine, heilige, katholische und apostolische Kirche, denn: „Sie ist Haus des dreifaltigen Gottes und lebt von dem meistgelesenen Buch aller Zeiten, Bestseller seit 3000 Jahren. Zu ihr gehören auch die Seelen ihrer Verstorbenen, seien es Märtyrer oder Heilige oder Menschen, für die sie betet. Und auch ein Papst, der betet für die Stadt und den Erdkreis, und der diese segnet. Sie ist sichtbar und oft ärgerlich, speziell für Diktatoren. Diese Kirche ist eine. Denn der Messias, der Heiland hat nur eine Braut und nicht einen Harem. Also nicht 2 648 Konfessionen. Das Neue Testament spricht von der Braut dieses Bräutigams. Und die Weltgeschichte endet mit ihrem Hochzeitsfest“.

    Warum die Kirche heilig ist und was die Attribute „katholisch“ und „apostolisch“ bedeuten, erfahren Sie in dem erhellenden Essay des Theologen Klaus Berger in der aktuellen Ausgabe der „Tagespost“ vom 20. Dezember 2018. Kostenlos erhalten Sie diese Ausgabe hier.

    DT (jobo)

     

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