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    Erzbistum plant getrennten Unterricht

    Paderborn (DT/KNA) Das Erzbistum Paderborn will an den bislang ausschließlich von Mädchen besuchten St. Michaelsschulen in Paderborn Jungenklassen einführen. Am Gymnasium soll das ab den Schuljahr 2013/14, an der Realschule ab 2015/16 erfolgen, wie die Erzdiözese am Donnerstag in Paderborn bekanntgab. Jungen und Mädchen sollten dann nach dem Modell der „parallelen Monoedukation“ in getrennten Lerngruppen unterrichtet werden. Zum einen wolle das Erzbistum damit auch Jungen den Besuch einer katholischen Schule ermöglichen. Zum anderen sehe es die Kirche als ihre Aufgabe an, den in der gesamtgesellschaftlichen Situation derzeit als Verlierer geltenden Jungen neue Bildungschancen zu eröffnen. Geplant ist nach den Angaben außerdem eine Anbindung an die Dommusik und eine wissenschaftliche Begleitung des Konzepts. Das Erzbistum hatte die Trägerschaft der St. Michaelsschulen im Februar von den Augustiner Chorfrauen übernommen. Positive Erfahrungen mit der Monoedukation hatte im vergangenen Jahr bereits das Bistum Essen am Bischöflichen Mariengymnasium Essen-Werden gemacht. Die parallelen Jungen- und Mädchenklassen dort seien geschützte Lernorte und somit der zentrale Baustein individueller Förderung, hieß es von Seiten der Verantwortlichen in Essen. Auf diese Weise könne methodisch-didaktisch gezielt auf die jeweiligen Besonderheiten der Geschlechter eingegangen werden. Mädchen könnten unvoreingenommener an den naturwissenschaftlichen Fächern teilnehmen. Männliche Schüler, die sich im Vergleich zu den Mädchen etwa mit dem Lesen schwerer täten, könnten über speziell auf Jungen ausgerichtete Literatur besser gefördert werden.

    Paderborn (DT/KNA) Das Erzbistum Paderborn will an den bislang ausschließlich von Mädchen besuchten St. Michaelsschulen in Paderborn Jungenklassen einführen. Am Gymnasium soll das ab den Schuljahr 2013/14, an der Realschule ab 2015/16 erfolgen, wie die Erzdiözese am Donnerstag in Paderborn bekanntgab. Jungen und Mädchen sollten dann nach dem Modell der „parallelen Monoedukation“ in getrennten Lerngruppen unterrichtet werden. Zum einen wolle das Erzbistum damit auch Jungen den Besuch einer katholischen Schule ermöglichen. Zum anderen sehe es die Kirche als ihre Aufgabe an, den in der gesamtgesellschaftlichen Situation derzeit als Verlierer geltenden Jungen neue Bildungschancen zu eröffnen. Geplant ist nach den Angaben außerdem eine Anbindung an die Dommusik und eine wissenschaftliche Begleitung des Konzepts. Das Erzbistum hatte die Trägerschaft der St. Michaelsschulen im Februar von den Augustiner Chorfrauen übernommen. Positive Erfahrungen mit der Monoedukation hatte im vergangenen Jahr bereits das Bistum Essen am Bischöflichen Mariengymnasium Essen-Werden gemacht. Die parallelen Jungen- und Mädchenklassen dort seien geschützte Lernorte und somit der zentrale Baustein individueller Förderung, hieß es von Seiten der Verantwortlichen in Essen. Auf diese Weise könne methodisch-didaktisch gezielt auf die jeweiligen Besonderheiten der Geschlechter eingegangen werden. Mädchen könnten unvoreingenommener an den naturwissenschaftlichen Fächern teilnehmen. Männliche Schüler, die sich im Vergleich zu den Mädchen etwa mit dem Lesen schwerer täten, könnten über speziell auf Jungen ausgerichtete Literatur besser gefördert werden.