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    Eine verjüngte „Schweizergarde“

    Auf seinen Auslandsreisen begleiten den Heiligen Vater auch immer einige Mitglieder der Päpstlichen Schweizergarde und der Gendarmerie des Vatikanstaates. Den erfahrenen Offizieren und Beamten ist der unmittelbare Personenschutz des Papstes anvertraut. Bei dem kommenden Besuch Benedikts XVI. in der spanischen Hauptstadt werden die eidgenössischen Leibwächter zu ihrer eigenen Überraschung eine sechzigköpfige Verstärkung erhalten. Es sind jedoch nicht im Militärdienst erprobte und mit dem vatikanischen Zeremoniell vertraute Männer aus ihrer Heimat, sondern Kinder und Jugendliche aus Spanien, die in den traditionellen Uniformen der Schweizergarde für den hohen Besucher aus der Ewigen Stadt ihren „Ehrendienst“ antreten wollen.

    Ohne Uniform, aber mit Hellebarde: Zwei Gardistinnen im Dienst. Foto: U. Nersinger

    Auf seinen Auslandsreisen begleiten den Heiligen Vater auch immer einige Mitglieder der Päpstlichen Schweizergarde und der Gendarmerie des Vatikanstaates. Den erfahrenen Offizieren und Beamten ist der unmittelbare Personenschutz des Papstes anvertraut. Bei dem kommenden Besuch Benedikts XVI. in der spanischen Hauptstadt werden die eidgenössischen Leibwächter zu ihrer eigenen Überraschung eine sechzigköpfige Verstärkung erhalten. Es sind jedoch nicht im Militärdienst erprobte und mit dem vatikanischen Zeremoniell vertraute Männer aus ihrer Heimat, sondern Kinder und Jugendliche aus Spanien, die in den traditionellen Uniformen der Schweizergarde für den hohen Besucher aus der Ewigen Stadt ihren „Ehrendienst“ antreten wollen.

    „Die Idee zur den ,Jóven Guardias Suizos‘, den jungen Schweizergardisten, entstand, als der selige Johannes Paul II. 1982 unser Land aufsuchte; wir haben sie damals aus Liebe und Verehrung zum Heiligen Vater ins Leben gerufen, er sollte sich auch hier in Spanien durch ihren Anblick heimisch fühlen“, erklärt Efren Diaz, der „Kommandant“ der ungewöhnlichen Truppe. Die jungen Spanier wollen bei der Begrüßungs- und Abschiedszeremonie und allen großen Veranstaltungen mit dem Papst anwesend sein. Das korrekte Grüßen, die Habachtstellung und das Niederknien werden von ihnen seit Wochen geübt. Die Verantwortlichen sind stolz darauf, alle sechzig „Mann“ mit einer dem Original sehr nahekommenden Uniform ausgestattet zu haben.

    Kinder und Jugendliche im Gewand der Päpstlichen Schweizergarde sind aber keine Erfindung der Spanier. Fotografien aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts zeigen junge Niederländer bei landesweiten katholischen Veranstaltungen in den prächtigen Uniformen des vatikanischen Korps. Als der selige Johannes XXIII. 1962 eine Pilgerreise nach Loreto und Assisi unternahm, sah man entlang der Bahnstrecke, die der Papst benutzte, eine ganze Reihe italienischer Kinder als Schweizergardisten kostümiert. Und bei der echten Päpstlichen Schweizergarde dürfen Jungen und Mädchen (!) sogar erste Erfahrungen mit dem „Militärdienst“ machen. Auf Werbeveranstaltungen in der Schweiz wird ihnen für eine zehnminütige „Ehrenwache“ ein mit den päpstlichen Insignien verziertes Zertifikat ausgestellt.