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    TIMOTEO GIACCARDO.

    Ein moderner Medienapostel

    1914 wurde die „Gesellschaft vom heiligen Paulus“ durch den seligen Priester Giacomo Alberione (1884–1971) gegründet. Das Institut des geweihten Lebens hatte sich die Verkündung und Verbreitung des Evangeliums durch die Massenmedien zur Aufgabe gemacht; ihre Mitglieder strebten nach einem Leben im Licht der paulinischen Theologie. Der von Johannes Paul II. am 22. Oktober 1989 seliggesprochene Timoteo Giaccardo ist der erste Selige der Gesellschaft.

    Ein moderner Medienapostel
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    1914 wurde die „Gesellschaft vom heiligen Paulus“ durch den seligen Priester Giacomo Alberione (1884–1971) gegründet. Das Institut des geweihten Lebens hatte sich die Verkündung und Verbreitung des Evangeliums durch die Massenmedien zur Aufgabe gemacht; ihre Mitglieder strebten nach einem Leben im Licht der paulinischen Theologie. Der von Johannes Paul II. am 22. Oktober 1989 seliggesprochene Timoteo Giaccardo ist der erste Selige der Gesellschaft.

    Geboren am 13. Juni 1896 in Narzole in der italienischen Region Piemont, wurde das erste Kind armer Bauern auf den Namen Giuseppe getauft. Der Junge wuchs in einer frommen Umgebung auf und begegnete 1908 dem Gründer der Gesellschaft vom heiligen Paulus. Pater Alberione war so beeindruckt von dem Eifer und dem Fleiß des Zwölfjährigen, dass er ihn in dem Knabenseminar unterbrachte, das dem Priesterseminar der Diözese Alba angeschlossen war, in dem Pater Alberione als Spiritual und Professor tätig war.

    1917 – Giuseppe Giaccardo war inzwischen Priesteramtskandidat – wurde er Mitglied der Gesellschaft vom heiligen Paulus und 1919 zum Priester geweiht und damit zum ersten Priester der neuen Ordensgemeinschaft, in der er 1921 den Namen Timoteo nach dem Lieblingsschüler des heiligen Apostels Paulus annahm.

    1926 ging Pater Timoteo nach Rom zur Gründung des ersten Hauses der Kongregation, dessen Leitung in seinen Händen lag. Zusätzlich wirkte er als Lehrer und Beichtvater und gab die wöchentlich erscheinende Zeitschrift „Die Stimme Roms“ heraus. Nach einem Jahrzehnt wurde er zum Superior des Mutterhauses in Alba berufen, wo zur Leitung der wachsenden Gemeinschaft seine Gelassenheit und seine Gebete benötigt wurden. 1946 wurde Pater Timoteo nach Rom zurückberufen, wo er zum Provinzoberen der Gesellschaft vom heiligen Paulus in Italien sowie zum Generalvikar der Paulinischen Familie ernannt wurde. Obwohl er die rechte Hand von Pater Alberione war, konnte er doch nicht dessen Nachfolge antreten – nachdem Pater Timoteo die ersten Symptome bemerkte, wurde 1947 bei ihm eine akute Leukämie festgestellt.

    Timoteo Giaccardo starb an seinem Namenstag, dem Fest seines Namenspatrons, des heiligen Timotheus, am 24. Januar 1948, und am Vorabend des Festes der Bekehrung des heiligen Paulus.

    Bei der Seligsprechung ging der Heilige Vater auf die enorme Bedeutung der Öffentlichkeitsarbeit der Kirche ein: „Angesichts einer Welt, in der der Glaube auf Schwierigkeiten und hinterlistige Vorstellungen aller Art stößt, und sogar sein Fortbestand bei vielen Menschen bedroht ist, verstand Timoteo Giaccardo, der erste Schüler von Don Alberione, die Treue zu seiner eigenen priesterlichen Berufung so, dass er sich für eine Verkündigung einsetzte, die durch die Presse eine immer weitere und wirksamere Verbreitung unter seinen Brüdern und Schwestern finden sollte. Daher ging er daran, das Evangelium und die Lehre der Kirche mit den modernen Mitteln der sozialen Kommunikation zu verbreiten, die er als sein wichtigstes und für die moderne Welt typisches Apostolat ansah. All dies geschah in absoluter Treue zum Lehramt der Kirche, im geistlichen Leben genährt durch die tägliche eucharistische Anbetung und die Marienverehrung.“