• aktualisiert:

    Ecuador hat nun Institut „Benedikt XVI.“

    Guayaquil (DT/KNA) Auf Initiative des Münchner Kardinals Reinhard Marx ist in der ecuadorianischen Stadt Guayaquil ein Institut für Katholische Soziallehre gegründet worden. Es trägt den Namen „Benedikt XVI.“, wie die Erzbischöfliche Pressestelle am Mittwoch in München mitteilte. Es wurde feierlich am 10. September vor mehr als 500 geladenen Gästen aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft eröffnet. Dabei unterzeichneten Kardinal Marx, der Vorsitzende der Ecuadorianischen Bischofskonferenz, Erzbischof Antonio Arregui Yarza, und der Bischof von Ibarra, Walter Maggi, die Gründungsurkunde. Eine solche Einrichtung müsse offen sein für den interdisziplinären Austausch mit allen Gruppen und so wichtige Bereiche des Landes beeinflussen können, sagte Marx. Aus seiner Erfahrung als ehemaliger Leiter eines Sozialinstituts und Professor für Sozialethik wisse er, dass Unternehmer, Gewerkschafter und Politiker offen dafür gewesen seien, sich mit der Katholischen Soziallehre zu befassen. Sie hätten gespürt, dass diese ein Fundament für ein besseres Leben sein könne. Als Priester habe er sich oft gefragt, ob es wirklich seine Aufgabe sei, sich etwa mit der Rentenversicherung oder der Arbeitslosigkeit zu beschäftigen, erzählte der Kardinal. „Aber ich habe erkannt, dass es darum geht, das Evangelium auf die Gesellschaft, Wirtschaft und Politik zu beziehen und nicht nur auf den Einzelnen.“ Sozialethik sei allerdings nicht mit dem karitativen Auftrag der Kirche zu verwechseln, betonte Marx. Der Weg der Caritas sei die direkte Hinwendung zu Armen, Kranken und allen Menschen in Not. Aufgabe der Soziallehre sei es dagegen, die Situation so zu verändern, dass es künftig weniger Arme geben wird. Erzbischof Arregui dankte Marx, dass er sich für die Gründung der Einrichtung eingesetzt habe. Die menschliche Existenz hänge davon ab, in welcher Kultur man lebe und wie diese Kultur verändert werden könne. „Die Soziallehre ist keine bloße Zugabe, sondern ist wesentlich für den Menschen und sein ganzes Leben“, so der Erzbischof.

    Guayaquil (DT/KNA) Auf Initiative des Münchner Kardinals Reinhard Marx ist in der ecuadorianischen Stadt Guayaquil ein Institut für Katholische Soziallehre gegründet worden. Es trägt den Namen „Benedikt XVI.“, wie die Erzbischöfliche Pressestelle am Mittwoch in München mitteilte. Es wurde feierlich am 10. September vor mehr als 500 geladenen Gästen aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft eröffnet. Dabei unterzeichneten Kardinal Marx, der Vorsitzende der Ecuadorianischen Bischofskonferenz, Erzbischof Antonio Arregui Yarza, und der Bischof von Ibarra, Walter Maggi, die Gründungsurkunde. Eine solche Einrichtung müsse offen sein für den interdisziplinären Austausch mit allen Gruppen und so wichtige Bereiche des Landes beeinflussen können, sagte Marx. Aus seiner Erfahrung als ehemaliger Leiter eines Sozialinstituts und Professor für Sozialethik wisse er, dass Unternehmer, Gewerkschafter und Politiker offen dafür gewesen seien, sich mit der Katholischen Soziallehre zu befassen. Sie hätten gespürt, dass diese ein Fundament für ein besseres Leben sein könne. Als Priester habe er sich oft gefragt, ob es wirklich seine Aufgabe sei, sich etwa mit der Rentenversicherung oder der Arbeitslosigkeit zu beschäftigen, erzählte der Kardinal. „Aber ich habe erkannt, dass es darum geht, das Evangelium auf die Gesellschaft, Wirtschaft und Politik zu beziehen und nicht nur auf den Einzelnen.“ Sozialethik sei allerdings nicht mit dem karitativen Auftrag der Kirche zu verwechseln, betonte Marx. Der Weg der Caritas sei die direkte Hinwendung zu Armen, Kranken und allen Menschen in Not. Aufgabe der Soziallehre sei es dagegen, die Situation so zu verändern, dass es künftig weniger Arme geben wird. Erzbischof Arregui dankte Marx, dass er sich für die Gründung der Einrichtung eingesetzt habe. Die menschliche Existenz hänge davon ab, in welcher Kultur man lebe und wie diese Kultur verändert werden könne. „Die Soziallehre ist keine bloße Zugabe, sondern ist wesentlich für den Menschen und sein ganzes Leben“, so der Erzbischof.