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    Die Rose ist das Zeichen der heiligen Rita

    In der Augustinerkirche in Würzburg hat die heilige Rita von Cascia eine eigene Seitenkapelle, in der allwöchentlich eine Ritafeier abgehalten wird. Auch im Würzburger Mutterhaus der Gemeinschaft der 1911 von Hugolinus Dach gegründeten „Ritaschwestern“ ist das Gedenken an eine Heilige noch immer lebendig, die zu Lebzeiten von einem Schicksalsschlag nach dem anderen getroffen wurde. Das ist wohl auch der Grund dafür, weshalb Gläubige, die in Prüfungsnöten stecken oder scheinbar aussichtslosen Situationen gegenüberstehen, sie in ihren Nöten anrufen. Ihr unverwester Leichnam ist auch heute noch Ziel zahlreicher Wallfahrtsgruppen, die den Glasschrein in der Kirche S. Rita in Cascia aufsuchen.

    In der Augustinerkirche in Würzburg hat die heilige Rita von Cascia eine eigene Seitenkapelle, in der allwöchentlich eine Ritafeier abgehalten wird. Auch im Würzburger Mutterhaus der Gemeinschaft der 1911 von Hugolinus Dach gegründeten „Ritaschwestern“ ist das Gedenken an eine Heilige noch immer lebendig, die zu Lebzeiten von einem Schicksalsschlag nach dem anderen getroffen wurde. Das ist wohl auch der Grund dafür, weshalb Gläubige, die in Prüfungsnöten stecken oder scheinbar aussichtslosen Situationen gegenüberstehen, sie in ihren Nöten anrufen. Ihr unverwester Leichnam ist auch heute noch Ziel zahlreicher Wallfahrtsgruppen, die den Glasschrein in der Kirche S. Rita in Cascia aufsuchen.

    In Roccaporena, einem umbrischen Gebirgsdorf in der Nähe von Cascia, wurde die heilige Rita vermutlich um 1380 geboren. Schon in jungen Jahren wäre sie am liebsten Klosterschwester geworden, doch ihre Eltern waren von diesem Wunsch nicht begeistert. Stattdessen verheirateten sie ihre Tochter mit einem reichen Mann, der jedoch – wie sich herausstellte – zu unkontrollierten Wutanfällen neigte und seine Frau äußerst grob behandelte. 18 Jahre lang währte dieser Zustand und Rita ertrug alles, auch körperliche Gewalt, mit unendlicher Geduld. Allmählich änderte sich ihr Mann und besänftigte sich. Dennoch hatte er sich durch sein jähzorniges Temperament Feinde geschaffen und eines Nachts wurde er ermordet. Seine beiden Söhne, ebenso wild und unbeherrscht wie er, schworen, den Mörder ihres Vaters umzubringen. Der empfand jedoch Reue und bat Rita um Vergebung, die ihm seine Tat auch verzieh. Aus Sorge, ihre Kinder könnten sich der Sünde der Blutrache schuldig machen, betete sie zu Gott, dass er sie lieber sterben lassen solle, als dass sie selbst zu Mördern würden. Was auch geschah: Sie fielen kurze Zeit später der Pest zum Opfer.

    Rita, die nun Witwe war, bat um Aufnahme bei den Augustinerinnen. Dreimal wies man sie ab. Nach einer Vision, in der ihr Johannes der Täufer, Augustinus und Nikolaus von Tolentino erschienen, die ihr die Pforten zum Kloster öffneten, wurde sie schließlich angenommen und in der Krankenfürsorge eingesetzt. In all den Jahren leidvoller Prüfungen entwickelte sich ihre Liebe zum Gekreuzigten, und es wird von mehreren Visionen berichtet, die der Mystikerin in ihrer tiefen Kontemplation zuteil wurden. Fünfzehn Jahre vor ihrem Tod empfing sie im Jahr 1432 ein Stigma von der Dornenkrone, das auf späteren Darstellungen auch zu einem ihrer „Erkennungszeichen“ geworden ist. Daneben wird Rita als Erinnerung an ein „Rosenwunder“ als Attribut oftmals eine Rose beigegeben, die sie sich mitten im Winter, gerade schwer erkrankt, von einem Verwandten erbat. Der Wunsch wurde ihr erfüllt.

    Rita starb am 22. Mai 1457 in Cascia. Sie wurde 1627 von Papst Urban VIII. selig und 1900 von Papst Leo XIII. heiliggesprochen.