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    Den Gender-Ideologen widersetzen

    Vatikanstadt (DT/KNA) Die Kirche muss sich nach den Worten von Papst Benedikt XVI. stärker für die Anerkennung der Würde der Frau in Recht und Gesellschaft einsetzen. Zum Abschluss einer internationalen Frauen-Konferenz des Vatikan wandte sich das Kirchenoberhaupt gegen eine Diskriminierung der Frau mit Hilfe der Religion und betonte die gleiche Würde der Geschlechter bei gleichzeitiger „tiefer Verschiedenheit“. Weiter warnte er davor, die Überwindung jeder natürlichen, sozialen oder religiösen Bindung als Errungenschaft der Freiheit zu verstehen.

    Vatikanstadt (DT/KNA) Die Kirche muss sich nach den Worten von Papst Benedikt XVI. stärker für die Anerkennung der Würde der Frau in Recht und Gesellschaft einsetzen. Zum Abschluss einer internationalen Frauen-Konferenz des Vatikan wandte sich das Kirchenoberhaupt gegen eine Diskriminierung der Frau mit Hilfe der Religion und betonte die gleiche Würde der Geschlechter bei gleichzeitiger „tiefer Verschiedenheit“. Weiter warnte er davor, die Überwindung jeder natürlichen, sozialen oder religiösen Bindung als Errungenschaft der Freiheit zu verstehen.

    An der dreitägigen Veranstaltung des Päpstlichen Rats für die Laien, der ersten dieser Art, hatten 260 Fachleute sowie Vertreterinnen und Vertreter katholischer Organisationen und Bischofskonferenzen teilgenommen. Anlass der Tagung mit dem Titel „Frau und Mann, die Menschheit als Ganzes“ war die Veröffentlichung des Apostolischen Schreibens „Mulieris Dignitatem“ (Die Würde der Frau) vor zwanzig Jahren. Benedikt XVI. kritisierte kulturelle und politische Tendenzen, die „die sexuellen Unterschiede tilgen oder zumindest verdunkeln und vermischen“ wollten.

    Keine kulturelle Konstruktion

    Gegen die These einer kulturellen Konstruktion der Geschlechter müsse man den Schöpfungsplan Gottes ins Bewusstsein rufen, der den Menschen als Mann und Frau in einer ursprünglichen und sich ergänzenden Unterschiedlichkeit geschaffen habe. Frau und Mann besäßen unersetzliche Rollen in der Elternschaft, betonte der Papst. Kinder hätten ein Recht darauf, mit einem Vater und einer Mutter groß zu werden. Der Staat müsse mit seiner Sozialpolitik die Stabilität und die Einheit der Ehe fördern. Nachdrücklich beklagte Benedikt XVI. die Ausbeutung der Frau in der Werbung und der Konsum- und Unterhaltungsindustrie.

    Die Organisatorin des Kongresses, die Frauenreferentin Rocio Figueroa im päpstlichen Laienrat, äußerte unterdessen in Radio Vatikan den Wunsch nach einer stärkeren Beteiligung von Frauen an kirchlichen Leitungsaufgaben. Die Bindung der katholischen Hierarchie an die Priesterweihe bedeute nicht, dass Frauen nicht an der Verantwortung teilhaben könnten, so die peruanische Theologin.