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    Bistum Rottenburg: Dialogprozess beendet

    Rottenburg (DT/KNA) Im Bistum Rottenburg-Stuttgart geht an diesem Wochenende ein zweijähriger Dialogprozess formal zu Ende. Dennoch soll in der Diözese weiter offen diskutiert werden. Vor Journalisten nannte Bischof Gebhard Fürst am Freitag erste Ergebnisse: So soll das Projekt „Gemeinde“ die Pfarreien vor Ort stärken. Ein entscheidender Schritt dabei sei die Entlastung der Priester durch eine stärkere Beteiligung von Laien an der Gemeindeleitung. Dabei will Fürst seine „Spielräume so stark wie möglich ausnutzen“. Er verwies auf eine Möglichkeit im Kirchenrecht, nach der ein Bischof geeignete Frauen und Männer in Rückbindung zu einem Priester mit der Leitung einer Gemeinde beauftragen kann. Weiter kündigte der Bischof an, Frauen in Führungspositionen berufen zu wollen. Überlegungen für ein eigenständiges Diakoninnenamt nannte er „nicht zielführend“. Fürst hält es aber nicht prinzipiell für ausgeschlossen, dass Frauen eine Diakonenweihe erhalten können. Dafür sei aber „die Zeit noch nicht reif“. Als weiteres Ergebnis des Dialogprozesses nannte Fürst Maßnahmen zur Vorbeugung sexuellen Missbrauchs. Erneut verlangte Fürst einen „sensiblen und differenzierten Umgang“ mit wiederverheirateten Geschiedenen. Lösungen dafür sollten auf Ebene der Deutschen Bischofskonferenz entwickelt werden. So solle das kirchliche Arbeitsrecht in dem Sinne geändert werden, dass auch wiederverheiratete Geschiedene beschäftigt werden könnten. Fürst betonte mit Blick auf Kritik an entsprechenden Überlegungen, die katholische Kirche Deutschlands bestehe nicht aus „theologischen Analphabeten“. Es gelte, die Situation vor Ort zur Kenntnis zu nehmen.

    Rottenburg (DT/KNA) Im Bistum Rottenburg-Stuttgart geht an diesem Wochenende ein zweijähriger Dialogprozess formal zu Ende. Dennoch soll in der Diözese weiter offen diskutiert werden. Vor Journalisten nannte Bischof Gebhard Fürst am Freitag erste Ergebnisse: So soll das Projekt „Gemeinde“ die Pfarreien vor Ort stärken. Ein entscheidender Schritt dabei sei die Entlastung der Priester durch eine stärkere Beteiligung von Laien an der Gemeindeleitung. Dabei will Fürst seine „Spielräume so stark wie möglich ausnutzen“. Er verwies auf eine Möglichkeit im Kirchenrecht, nach der ein Bischof geeignete Frauen und Männer in Rückbindung zu einem Priester mit der Leitung einer Gemeinde beauftragen kann. Weiter kündigte der Bischof an, Frauen in Führungspositionen berufen zu wollen. Überlegungen für ein eigenständiges Diakoninnenamt nannte er „nicht zielführend“. Fürst hält es aber nicht prinzipiell für ausgeschlossen, dass Frauen eine Diakonenweihe erhalten können. Dafür sei aber „die Zeit noch nicht reif“. Als weiteres Ergebnis des Dialogprozesses nannte Fürst Maßnahmen zur Vorbeugung sexuellen Missbrauchs. Erneut verlangte Fürst einen „sensiblen und differenzierten Umgang“ mit wiederverheirateten Geschiedenen. Lösungen dafür sollten auf Ebene der Deutschen Bischofskonferenz entwickelt werden. So solle das kirchliche Arbeitsrecht in dem Sinne geändert werden, dass auch wiederverheiratete Geschiedene beschäftigt werden könnten. Fürst betonte mit Blick auf Kritik an entsprechenden Überlegungen, die katholische Kirche Deutschlands bestehe nicht aus „theologischen Analphabeten“. Es gelte, die Situation vor Ort zur Kenntnis zu nehmen.