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    Bischofskonferenz weist Kritik zurück

    Bonn (DT/KNA) Die Deutsche Bischofskonferenz hat Kritik des CDU-Bundestagsabgeordneten Siegfried Kauder an der Entschädigung für Missbrauchsopfer zurückgewiesen. Die Auszahlungen hätten bereits begonnen. Seit Veröffentlichung der Antragsformulare auf materielle Anerkennung erlittenen Leids am 10. März seien bisher 500 Anträge eingegangen, davon seien 270 bereits bearbeitet worden, teilte Pressesprecher Matthias Kopp am Montag auf Anfrage in Bonn mit. Jeder Antrag werde unbürokratisch, aber eingehend geprüft. „Das kann einige Wochen dauern und ist weit schneller als andere Antrags- oder Gerichtsverfahren – zumal die katholische Kirche die bisher einzige Institution in Deutschland ist, die eine materielle Leistung konkretisiert“, fügte der Sprecher hinzu. Kopp hielt Kauder vor, er habe bisher weder mit dem Erzbistum Freiburg noch mit der Bischofskonferenz gesprochen. „Dann hätten wir ihm den aktuellen Sachstand darlegen können.“ Kauder, der Vorsitzender des Rechtsausschusses des Bundestages ist, äußert dem ARD-Magazin „Report Mainz“ zufolge Kritik an der Vorgehensweise der Kirche mit Blick auf Entschädigungen für Opfer im baden-württembergischen Oberharmersbach. „Man hält die Opfer hin. Das halte ich für eine katastrophale Folge einer Straftat mit psychischen Konsequenzen für das Opfer, die nicht sein dürfen, die eine Kirche nicht in Kauf nehmen darf.“

    Bonn (DT/KNA) Die Deutsche Bischofskonferenz hat Kritik des CDU-Bundestagsabgeordneten Siegfried Kauder an der Entschädigung für Missbrauchsopfer zurückgewiesen. Die Auszahlungen hätten bereits begonnen. Seit Veröffentlichung der Antragsformulare auf materielle Anerkennung erlittenen Leids am 10. März seien bisher 500 Anträge eingegangen, davon seien 270 bereits bearbeitet worden, teilte Pressesprecher Matthias Kopp am Montag auf Anfrage in Bonn mit. Jeder Antrag werde unbürokratisch, aber eingehend geprüft. „Das kann einige Wochen dauern und ist weit schneller als andere Antrags- oder Gerichtsverfahren – zumal die katholische Kirche die bisher einzige Institution in Deutschland ist, die eine materielle Leistung konkretisiert“, fügte der Sprecher hinzu. Kopp hielt Kauder vor, er habe bisher weder mit dem Erzbistum Freiburg noch mit der Bischofskonferenz gesprochen. „Dann hätten wir ihm den aktuellen Sachstand darlegen können.“ Kauder, der Vorsitzender des Rechtsausschusses des Bundestages ist, äußert dem ARD-Magazin „Report Mainz“ zufolge Kritik an der Vorgehensweise der Kirche mit Blick auf Entschädigungen für Opfer im baden-württembergischen Oberharmersbach. „Man hält die Opfer hin. Das halte ich für eine katastrophale Folge einer Straftat mit psychischen Konsequenzen für das Opfer, die nicht sein dürfen, die eine Kirche nicht in Kauf nehmen darf.“