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    Bischof Scheuer mahnt zur Unterscheidung der Geister

    Wien (DT/KAP) Vor der unreflektiert-naiven Übernahme fernöstlicher oder esoterischer Elemente in die christliche Spiritualität hat der Innsbrucker Bischof Manfred Scheuer gewarnt. Christliche Mystik unterscheide sich von fernöstlicher oder neuplatonischer Einheitsmystik, unterstreicht Scheuer in einem Interview in der aktuellen Programmzeitschrift des Wiener „Kardinal König Hauses“. Kriterium für Mystik sei für Christen die Person Jesu Christi. „Unterscheidung der Geister ist ein Gebot der Stunde, sonst verlieren Glaubende ihr Selbstbewusstsein, sonst übernehmen fundamentalistische Ideologien das Ruder.“ Nicht jeder „Selbstverwirklicher“ sei schon ein spirituell Suchender und „nicht jeder spirituell Suchende ist schon ein Mystiker“, hielt Scheuer fest. Gegen den Einbau von Elementen östlicher Religionen wie Atemübungen, Sitztechniken oder Yoga in geistliche Übungen im christlichen Bereich habe er prinzipiell nichts einzuwenden, so Scheuer. Offenbar habe es „Fremdprophetien“ gebraucht, um im Christentum wieder an die Bedeutung von Haltungen des Körpers für das Gebet oder auch an die Kraft des Atems erinnert zu werden. Elemente anderer Religionen seien allerdings danach zu befragen, welches Menschen- und Gottesbild sie implizit transportieren, unterstrich der Tiroler Bischof: „Da sollte man auch nicht naiv sein“.

    Wien (DT/KAP) Vor der unreflektiert-naiven Übernahme fernöstlicher oder esoterischer Elemente in die christliche Spiritualität hat der Innsbrucker Bischof Manfred Scheuer gewarnt. Christliche Mystik unterscheide sich von fernöstlicher oder neuplatonischer Einheitsmystik, unterstreicht Scheuer in einem Interview in der aktuellen Programmzeitschrift des Wiener „Kardinal König Hauses“. Kriterium für Mystik sei für Christen die Person Jesu Christi. „Unterscheidung der Geister ist ein Gebot der Stunde, sonst verlieren Glaubende ihr Selbstbewusstsein, sonst übernehmen fundamentalistische Ideologien das Ruder.“ Nicht jeder „Selbstverwirklicher“ sei schon ein spirituell Suchender und „nicht jeder spirituell Suchende ist schon ein Mystiker“, hielt Scheuer fest. Gegen den Einbau von Elementen östlicher Religionen wie Atemübungen, Sitztechniken oder Yoga in geistliche Übungen im christlichen Bereich habe er prinzipiell nichts einzuwenden, so Scheuer. Offenbar habe es „Fremdprophetien“ gebraucht, um im Christentum wieder an die Bedeutung von Haltungen des Körpers für das Gebet oder auch an die Kraft des Atems erinnert zu werden. Elemente anderer Religionen seien allerdings danach zu befragen, welches Menschen- und Gottesbild sie implizit transportieren, unterstrich der Tiroler Bischof: „Da sollte man auch nicht naiv sein“.