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    Bischof Müller: Weihen der Piusbrüder sind Provokation

    Vatikanstadt (DT/KNA) Der Regensburger Bischof Gerhard Ludwig Müller hat die in seinem Bistum geplanten Diakonats- und Priesterweihen der traditionalistischen Pius-Bruderschaft als „Provokation“ bezeichnet. Die für den 27. Juni angekündigten Weihen in Zaitzkofen stünden im Widerspruch zum Kirchenrecht, sagte Müller in einem am Montag vorab veröffentlichten Interview mit Radio Vatikan. Neue Ordinationen müssten so lange unterbleiben, bis die kirchenrechtliche Position der Priester-Bruderschaft klargestellt sei. Wenn die Pius-Brüder entsprechend ihren eigenen Aussagen in Gemeinschaft mit dem Ortsbischof stehen wollten, müssten sie sich auch an die katholische Disziplin halten, sagte Müller. Er wundere sich über ihre „Schwierigkeiten, das Lehramt des Papstes anzuerkennen“. Wenn sie beanspruchten, katholisch zu sein, müssten sie „eben auch alle katholischen Prinzipien anerkennen“. Eine Zukunft der Pius-Bruderschaft innerhalb der katholischen Kirche könne es nur unter der Voraussetzung geben, dass sie keine „abgeschottete Gemeinschaft“ bilde. „Wir wollen keine Kirche in der Kirche haben, aber Vereinigungen sind innerhalb der Kirche möglich“, sagte Müller. Zugleich nahm der Bischof die vom Zweiten Vatikanischen Konzil erneuerte Liturgie gegen Kritik in Schutz. Nach seiner Auffassung gebe es weithin „eine große Sorgfalt in der Feier der Liturgie“, so Müller. „An der Substanz der Eucharistiefeier vor und nach dem Konzil hat sich nichts geändert.“ Anderslautende Vorwürfe, auch aus Kreisen der Pius-Bruderschaft, gingen „an der Realität vorbei“.

    Vatikanstadt (DT/KNA) Der Regensburger Bischof Gerhard Ludwig Müller hat die in seinem Bistum geplanten Diakonats- und Priesterweihen der traditionalistischen Pius-Bruderschaft als „Provokation“ bezeichnet. Die für den 27. Juni angekündigten Weihen in Zaitzkofen stünden im Widerspruch zum Kirchenrecht, sagte Müller in einem am Montag vorab veröffentlichten Interview mit Radio Vatikan. Neue Ordinationen müssten so lange unterbleiben, bis die kirchenrechtliche Position der Priester-Bruderschaft klargestellt sei. Wenn die Pius-Brüder entsprechend ihren eigenen Aussagen in Gemeinschaft mit dem Ortsbischof stehen wollten, müssten sie sich auch an die katholische Disziplin halten, sagte Müller. Er wundere sich über ihre „Schwierigkeiten, das Lehramt des Papstes anzuerkennen“. Wenn sie beanspruchten, katholisch zu sein, müssten sie „eben auch alle katholischen Prinzipien anerkennen“. Eine Zukunft der Pius-Bruderschaft innerhalb der katholischen Kirche könne es nur unter der Voraussetzung geben, dass sie keine „abgeschottete Gemeinschaft“ bilde. „Wir wollen keine Kirche in der Kirche haben, aber Vereinigungen sind innerhalb der Kirche möglich“, sagte Müller. Zugleich nahm der Bischof die vom Zweiten Vatikanischen Konzil erneuerte Liturgie gegen Kritik in Schutz. Nach seiner Auffassung gebe es weithin „eine große Sorgfalt in der Feier der Liturgie“, so Müller. „An der Substanz der Eucharistiefeier vor und nach dem Konzil hat sich nichts geändert.“ Anderslautende Vorwürfe, auch aus Kreisen der Pius-Bruderschaft, gingen „an der Realität vorbei“.