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    Bischof Hofmann mahnt zu ethischer Klarheit

    Berlin (DT/KNA) Der Würzburger Bischof Friedhelm Hofmann hat vor einer „vermeintlichen Wertefreiheit der Wissenschaft“ gewarnt. Heute gebe es mehr und mehr den Versuch, „Werte“ aus der Rationalität und Logik herzuleiten, sagte Hofmann am Donnerstag in Berlin. Ein manchmal an Naivität grenzender Glaube an die Neutralität und den Segen der Wissenschaft werde geradezu als Königsweg angesehen, so der Bischof. Wissenschaftliche Vernunft könne aber weder ethische noch soziale Werte schaffen. Im jüdisch-christlichen Verständnis seien ethische Werte dem Menschen vorgegeben. Dieses Wertefundament liege jenseits demokratisch veränderbarer Rechtsgrundlagen und könne vom Menschen nicht beeinflusst werden. Hofmann äußerte sich im letzten katholischen Gottesdienst dieser Legislaturperiode für Bundestagsabgeordnete. Dabei gedachte er des vor einem Monat verstorbenen Prälaten Paul Bocklet. Hofmann betonte, in fast 23 Jahren als Leiter des Katholischen Büros bei der Bundesregierung habe Bocklet „vom Glauben geprägt, gesprächsbereit und vermittelnd“ Gott im politischen Alltag zur Sprache gebracht.

    Berlin (DT/KNA) Der Würzburger Bischof Friedhelm Hofmann hat vor einer „vermeintlichen Wertefreiheit der Wissenschaft“ gewarnt. Heute gebe es mehr und mehr den Versuch, „Werte“ aus der Rationalität und Logik herzuleiten, sagte Hofmann am Donnerstag in Berlin. Ein manchmal an Naivität grenzender Glaube an die Neutralität und den Segen der Wissenschaft werde geradezu als Königsweg angesehen, so der Bischof. Wissenschaftliche Vernunft könne aber weder ethische noch soziale Werte schaffen. Im jüdisch-christlichen Verständnis seien ethische Werte dem Menschen vorgegeben. Dieses Wertefundament liege jenseits demokratisch veränderbarer Rechtsgrundlagen und könne vom Menschen nicht beeinflusst werden. Hofmann äußerte sich im letzten katholischen Gottesdienst dieser Legislaturperiode für Bundestagsabgeordnete. Dabei gedachte er des vor einem Monat verstorbenen Prälaten Paul Bocklet. Hofmann betonte, in fast 23 Jahren als Leiter des Katholischen Büros bei der Bundesregierung habe Bocklet „vom Glauben geprägt, gesprächsbereit und vermittelnd“ Gott im politischen Alltag zur Sprache gebracht.