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    Bischöfe halten an Kirchenasyl fest

    Bonn (DT/KNA) Die katholischen Bischöfe in Deutschland wollen an der Praxis des Kirchenasyls festhalten. Zugleich betonen sie, dass diese Hilfe für Flüchtlinge „keinerlei Sonderrecht gegenüber dem Staat beansprucht“. Dies geht aus einer Handreichung hervor, die die Deutsche Bischofskonferenz am Montag in Bonn veröffentlichte. Zu Jahresbeginn hatten Äußerungen von Bundesinnenminister Thomas de Maiziere (CDU) eine Debatte zum Thema Kirchenasyl ausgelöst. Beim sogenannten Kirchenasyl nehmen Gemeinden oder Ordensgemeinschaften Asylbewerber auf, die von Abschiebung bedroht sind. Im vergangenen Jahr häuften sich die Fälle wegen steigender Flüchtlingszahlen. Einen ähnlichen Anstieg hatte es in den 1990er Jahren gegeben, vor allem seit der Eingrenzung des Asylrechts im Jahr 1993. Danach waren die Fälle von Kirchenasyl wegen der sinkenden Zahl von Asylbewerbern leicht zurückgegangen. Schon aus dem vierten Jahrhundert ist bekannt, dass Flüchtlinge in Kirchen Schutz suchten. Mit der Entwicklung rechtsstaatlicher Systeme verlor das Kirchenasyl an Bedeutung und wurde im 18. und 19. Jahrhundert in den meisten Ländern abgeschafft. Kirchlicherseits gibt es seit dem neuen Kirchenrecht 1983 offiziell kein Kirchenasyl mehr. Wer heute in der Bundesrepublik Kirchenasyl gewährt, verstößt nach einhelliger Rechtsauffassung gegen geltendes Recht. Aktuell befinden sich 454 Personen in Kirchenasyl.

    Bonn (DT/KNA) Die katholischen Bischöfe in Deutschland wollen an der Praxis des Kirchenasyls festhalten. Zugleich betonen sie, dass diese Hilfe für Flüchtlinge „keinerlei Sonderrecht gegenüber dem Staat beansprucht“. Dies geht aus einer Handreichung hervor, die die Deutsche Bischofskonferenz am Montag in Bonn veröffentlichte. Zu Jahresbeginn hatten Äußerungen von Bundesinnenminister Thomas de Maiziere (CDU) eine Debatte zum Thema Kirchenasyl ausgelöst. Beim sogenannten Kirchenasyl nehmen Gemeinden oder Ordensgemeinschaften Asylbewerber auf, die von Abschiebung bedroht sind. Im vergangenen Jahr häuften sich die Fälle wegen steigender Flüchtlingszahlen. Einen ähnlichen Anstieg hatte es in den 1990er Jahren gegeben, vor allem seit der Eingrenzung des Asylrechts im Jahr 1993. Danach waren die Fälle von Kirchenasyl wegen der sinkenden Zahl von Asylbewerbern leicht zurückgegangen. Schon aus dem vierten Jahrhundert ist bekannt, dass Flüchtlinge in Kirchen Schutz suchten. Mit der Entwicklung rechtsstaatlicher Systeme verlor das Kirchenasyl an Bedeutung und wurde im 18. und 19. Jahrhundert in den meisten Ländern abgeschafft. Kirchlicherseits gibt es seit dem neuen Kirchenrecht 1983 offiziell kein Kirchenasyl mehr. Wer heute in der Bundesrepublik Kirchenasyl gewährt, verstößt nach einhelliger Rechtsauffassung gegen geltendes Recht. Aktuell befinden sich 454 Personen in Kirchenasyl.

    kna