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    Beten, Singen, Tanzen und Paella

    Javier (DT) Zu heiß zum Pilgern und Feiern unter der Sonne Spaniens? Nicht für die Pilger des Weltjugendtags-Vorprogramms in der Diözese Pamplona, die sich zur Burg Javier aufmachten, dem Geburtsort des heiligen Franz Xaver. Zäh floss der Verkehr im Pilgerzug, doch je weiter die Sonne stieg, desto höher stieg die Stimmung: Fahnen-schwenken, Singen, Tanzen – und man selbst stand mittendrin zwischen Franzosen, Amerikanern und Brasilianern, den Stimmungsbomben ohnegleichen.

    Kruzifix in der Burgkapelle. Foto: Drouve

    Javier (DT) Zu heiß zum Pilgern und Feiern unter der Sonne Spaniens? Nicht für die Pilger des Weltjugendtags-Vorprogramms in der Diözese Pamplona, die sich zur Burg Javier aufmachten, dem Geburtsort des heiligen Franz Xaver. Zäh floss der Verkehr im Pilgerzug, doch je weiter die Sonne stieg, desto höher stieg die Stimmung: Fahnen-schwenken, Singen, Tanzen – und man selbst stand mittendrin zwischen Franzosen, Amerikanern und Brasilianern, den Stimmungsbomben ohnegleichen.

    Die Eröffnungsmesse mit dem Bischof von Pamplona fand unter freiem Himmel statt. Auf dem Vorplatz der Burg stand der Pavillon und davor die Pilger, singend, betend, kniend und tanzend, ein Meer aus Fahnen, Hüten und Händen. Nach der heiligen Messe hieß es: Ran an die Paella!

    Gut organisiert war alles in Pamplona und so war es auch hier, bis hin zu gratis Trinkwasser und Essensmarken, die den komplett verschwitzten und ausgehungerten Pilgern Zutritt verschafften zu zwei der gigantischsten Paella-Pfannen, die man sich vorstellen kann.

    Fachkundig wuselten kräftige Köche um die lagerfeuerbeheizten Eisenmonster, schaufelten fleißig um, gossen Wasser nach und würzten. Fehlt da noch ein Tütchen Safran? Sechstausend Pilger muss man erst einmal satt kriegen. Nach langem Anstehen stürzten sie sich doppelt so hungrig auf das Essen und zweifelsohne: Es war köstlich. Nach kurzer Siesta ging es weiter mit dem Kulturprogramm: Besichtigung der Burg, inklusive Gemäldegalerie, Kathedrale und Burgturm. Ab 17 Uhr verwandelte sich der Mess-Pavillon vom Vormittag in eine große Showbühne.

    Mit unermüdlicher Power rockten zwei spanische Moderatoren ein komplettes Überraschungs-Programm, denn es hatte nur geheißen: „Liebe Pilgergruppen, macht doch bitte was Nettes!“ Frei nach dem Motto: Jeder zeige, was er kann! So war dann auch wirklich alles dabei, von philippinischem Tanztheater, Rock'n Roll mit Salto- Einlagen, Volksmusik und Massen-Humba bis hin zu einem schwungvollen Gospel-Konzert. Da störte es auch gar nicht weiter, dass sich gleich zweimal der himmlische Rasensprenger zu Wort meldete und zwar ordentlich.

    Burg Javier war für uns ein segensreicher Ort der Begegnung auf vielerlei Arten in Gottesdienst, Anbetung und Beichtgelegenheit, Kunst, klasse Musik und tollen Leuten mit einer unglaublichen Lebensfreude und das alles aus einem einzigen Grund: Jesus Christus, unser Herr und Gott.